| Allgemeines zur Almwirtschaft in Kärnten |
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Wo sich nicht nur Kühe wohlfühlen Bedeutung der Almen Die Almwirtschaft hat eine wesentliche wirtschaftliche und ökologische Bedeutung, darüber hinaus ist sie für Kärnten von hohem landeskulturellen Wert.
Für die Landwirtschaft in Kärnten haben die Almen eine besondere Bedeutung. Nahezu alle Oberkärntner Betriebe verfügen über Alprechte, nahezu jedes in Kärnten gehaltene Rind wird zumindest einmal gealpt. Flächenverteilung Laut Almkataster nehmen die rund 2000 bewirtschafteten Kärntner Almen etwa ein Fünftel der Landesfläche ein. Dies entspricht einer Flächenausdehnung von ca. 173.000 ha, wobei 74.469 ha als Almfutterflächen genutzt werden. Bei den meisten Almen handelt es sich um Einzelalmen (79%) welche gut ein Drittel der gesamten Fläche einnehmen. Weitere 19% stehen im Eigentum von Agrargemeinschaften. Agrargemeinschaftsalmen sind verhältnismäßig groß und liegen überwiegend in Oberkärnten. Servitutsalmen haben sowohl in Bezug auf ihre Anzahl (2%) wie auch auf ihre Fläche (17%) eine untergeordnete Bedeutung. Höhenlage Die Kärntner Almlandschaft ist überwiegend durch Mittelalmen (1.300 bis 1.700 m Seehöhe) geprägt. Sie liegen in Mittelkärnten und den Karnischen Alpen. Ein Drittel der Almen sind als Hochalmen (über 1.700 m) einzustufen. Sie erstrecken sich vor allem auf das Gebiet der Hohen Tauern. Niederalmen (bis 1.300 m) sind nur in geringer Anzahl in Unterkärnten vorhanden. Auftrieb
Über 80% alle gealpten Tiere sind Rinder, wobei der Anteil an Galtvieh und Mutterkühen überwiegt. Die Alpung von Milchvieh unterliegt einem stetigen Rückgang. Diese Entwicklung ist vor allem auf die vermehrte Umstellung von intensiven Milchviehbetrieben auf extensive Mutterkuhhaltung zurückzuführen. Die Verringerung der Anzahl an Bauern, die ihre Tiere alpen spiegelt die allgemeine Entwicklung der letzten Jahre in der Landwirtschaft bzw. den stetigen Rückgang an landwirtschaftlichen Betrieben wider. ![]() Almbewirtschaftung Almpersonal wird hauptsächlich auf den Gemeinschaftsalmen beschäftigt, während auf Privatalmen die Betreuung der Tiere von den Heimbetrieben aus erfolgt. In Kärnten wird nur auf 165 Almen Milchwirtschaft betrieben. Der Großteil der Milch wird direkt auf der Alm verarbeitet was eine besonders arbeits- und kostenintensive Form der Almwirtschaft darstellt. Die größten Milchkuhbestände finden sich in den Almen des Gailtals, vor allem in den Karnischen Alpen und zum Teil im Möll- und Liesertal. Im Gailtal bilden 14 Almen die Vereinigung der „Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“. Sie produzieren und vermarkten den "Gailtaler Almkäse" als regionale Spezialität. Erschließung Für eine zeitgemäße Bewirtschaftung ist eine gute Erreichbarkeit der Almen über Fahrwege oder Seilbahnanlagen unumgänglich. 90% aller Kärntner Almen sind bereits erschlossen. |
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