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Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021/ 2022

Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021 2022



 

Ländliches Fortbildungs Institut

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100 Jahre Weidegenossenschaft Rabenstein an der Pielach auf der Geissenbergalm

Mit einem kleinen Almfest im Bereich der Almhütte auf der Geissenbergalm in Schwarzenbach an der Pielach feierte die Weidegenossenschaft Rabenstein ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum. Dankbar wurde in einem Wortgottesdienst den Funktionären und Halterleuten, aber auch der Grundbesitzer gedacht. „Wir sind unseren Landwirten zu großem Dank für die Versorgung unserer Gesellschaft mit bäuerlich erzeugten, hochwertigen Lebensmitteln verpflichtet“ betont Helga Wegerer in ihrer Predigt beim Wortgottesdienst, „dabei wird zusätzlich noch unsere wunderbare Landschaft gepflegt und erhalten.“

Am 6. April 1921 wurde die Weidegenossenschaft gegründet, um die von der Agrarbezirksbehörde zur Wiederbesiedlung ausgeschriebenen Liegenschaften als Weideflächen für die bäuerlichen Betriebe der Region nach dem Wiederbesiedlungsgesetz zu erwerben. Die Verhandlungen mit der Herrschaft und den Grundbesitzern gestalteten sich sehr schwierig, obwohl die Finanzierung seitens der Genossenschaft gesichert war. Drei Jahre versuchte man Bauernhöfe zu kaufen, was sich aber sehr schwierig gestaltete, da einerseits aufstrebende Industriebesitzer oder Adelige die Angebote überboten, andererseits wirkte sich auch die Geldentwertung in dieser Zeit auf die angesparten Reserven der Mitglieder negativ aus.

Nach der Geldentwertung einigte man sich 1925 mit der Isbaryschen Güterdirektion auf ein immerwährendes Weiderecht für 30 Rinder auf der Weide Geissenberg mit einem um ein Drittel begünstigten Weidezins.
 Erst 1931 konnte diese Vereinbarung endlich schriftlich ausgefertigt werden, da die Originale der Unterlagen beim Brand des Justizpalastes verbrannten.

Erstmalig im Jahr 1926 konnten Rinder der Weidegenossenschaft auf der Alm weiden, zusätzlich hatte der Grundbesitzer Tiere aus der nahen Umgebung zur Sömmerung aufgenommen, sodass der Weidebetrieb bis zu 100 Rinder umfasste.
1930 trug die zuständige Behörde die Geissenbergalm ins NÖ Alm- und Weidebuch ein. 1969 integrierte man die Auftreiber aus der Umgebung in die Genossenschaft, sodass nun die Weideführung zur Gänze in die Verantwortung des Obmannes fiel.

Der Erfolg der Alm fußt auf der ständigen Anpassung des Weidemanagements an die aktuellen Anforderungen. In den 1960-er Jahren sank das Interesse am Almauftrieb und es wurden wesentlich weniger Tiere aufgetrieben. Heute umfasst die umzäunte Weidefläche 60 ha, davon sind 41 ha Reinweide und es werden jährlich bis zu 85 Rinder aufgetrieben.

Zum Auftrieb gelangen hauptsächlich Zuchttiere aus dem Pielachtal, vor allem Jungkalbinnen. Dazu werden in den letzten Jahren auch trächtige Mutterkühe gealpt.

Die Behirtung der Tiere erfolgt derzeit durch zwei Halterinnen, welche auch die Gäste hervorragend bewirten. Gerade in den letzten Jahren nahm das Interesse an Wanderungen in der waldreichen Umgebung der Alm sehr stark zu. Auch viele Pilger auf dem Weg nach Mariazell zählen zu den Gästen.

1985 wurde die Alm durch einen Wegebau erschlossen, sodass man mit den Tieren bis zur Alm zufahren kann. Um den Ansprüchen der Zeit zu genügen wurde 2012 eine wunderschöne Almhütte in Blockbauweise für die Unterbringung der Halter neu errichtet. Die Verbesserung der Wasserversorgung der Alm hat wesentlich zur Absicherung des Weidebetriebes beigetragen.

In der Geschichte der Weide konnte die Weidegenossenschaft auch zwei NÖ Almwandertage und zwei feierliche Almabtriebe ausrichten.

Text: Josef Mayerhofer

Almwirtschaft am Königsberg

Foto: Josef Mayerhofer. V.l.n.r. Obmann Josef Mayerhofer, Halterinnen Elisabeth Klauser, Obmann Josef Sommerauer, Monika Harant, Bgm. Kurt Wittmann, Helga Wegerer Wortgottesdienstleiterin, LKR Karl Braunsteiner, Bgm. Franz Singer, Bgm. Andreas Ganaus.

"Der Alm- und Bergbauer" - Fachzeitschrift

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Fachunterlagen Almwirtschaft

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