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Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021/ 2022

Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021 2022



 

Ländliches Fortbildungs Institut

Almen und Weiden als Produktionsstandort sicherstellen

70. NÖ Almwandertag auf die Ober Burgstallweide

Wie ein Magnet zog das Jubiläumsfest Besucher aus allen Richtungen am Maria Himmelfahrtstag auf die Ober Burgstallweide in St. Oswald – auf einen Bergrücken nördlich der Donau in 520 Metern Seehöhe. Rund 3.000 Gäste genossen den Blick von den sorgfältig gepflegten Weiden im Waldviertel auf die Gebirgslandschaft im Mostviertel.

NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein-Obmann Josef Mayerhofer (re) stellte Österreichs Bauernbundpräsidenten Georg Strasser (v.l.), LK NÖ Präsident Johannes Schmuckenschlager, Bundesministerin a.D. Elisabeth Köstinger und NÖ LH-Stv. Stephan Pernkopf Fragen zur Zukunft der Almwirtschaft.
Fotocredit: LK NÖ/Franz Gleiß

Wertschätzung der Gesellschaft sicherstellen

Den Alm- und Weidebauern ist es wichtig, dass die Gesellschaft Almen und Weiden nicht nur als attraktives Ausflugsziel wahrnimmt, sondern diese auch als Produktionsstandort respektiert und den enormen Arbeitseinsatz der Bäuerinnen und Bauern anerkennt. „Die Almen und Weiden sind gelebte Berglandwirtschaft in Niederösterreich: In ihrem heutigen Erscheinungsbild sind sie über Jahrtausende, durch landwirtschaftliche Nutzung, geprägte Kulturlandschaften. Unsere Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften ihre Almen mit viel Engagement und Idealismus. Damit das so bleibt, müssen wir nicht nur die Herausforderungen rund um den Klimawandel gemeinsam anpacken, sondern auch die gesellschaftliche Wertschätzung des Produktionsstandorts Alm sicherstellen. Besonders wichtig sind Maßnahmen in der kommenden europäischen GAP-Periode, die eine flächendeckende Bewirtschaftung garantieren können“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Für ihn und Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereins, ist der Almwandertag eine wichtige Veranstaltung, um auf die vielen Mehrwerte der Alm- und Weidewirtschaft hinzuweisen. „Unsere Almen und Weiden sind ein wertvoller Teil unserer Kulturlandschaft. Ihre Vielfältigkeit ist Produktionsgrundlage für wertvolle Lebensmittel, bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und schützt durch die Bewirtschaftung die Menschen in den umliegenden Siedlungsräumen“, betonen die beiden.

Forderndes Almjahr

Für Josef Mayerhofer, war heuer ein forderndes Almjahr. „Der Schnee hielt sich lange auf den Hochalmen und verursachte schwere Schäden an Bäumen und Zäunen. Dann verschärften Hitze und Trockenheit die schwierige Situation noch“, blickt Mayrhofer zurück. „Es war auch für die Halter nicht einfach, denn die Tiere grasten auf Suche nach Futter durch die Zäune und Wasser musste täglich frisch in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.“ Die Herausforderungen des Klimawandels gilt es gemeinschaftlich anzugehen.

Auch das Almurteil drückte stark auf die Stimmung der Auftreiber. „Wir bewirtschaften mit unseren Tieren Almen und Weiden. Wir sind stolz darauf und freuen uns, wenn uns Wanderer besuchen“, betont Mayerhofer. „Es muss eine Lösung geben, die für beide Seiten passt. Das kürzlich geschnürte Almpaket, das die Eigenverantwortung der Wanderer an die erste Stelle rückt, ist ein erster und wichtiger Schritt.“

Konfliktfreies Miteinander

„Das konfliktfreie Miteinander ist auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf ein Anliegen. „Die Almen und Weiden sind Arbeitsplatz der Bäuerinnen und Bauern, Lebensraum für Tiere, die ihren Instinkten gehorchen und unverzichtbare Erholungsräume für die Bevölkerung. Das soll auch so bleiben“, lässt Pernkopf keine Zweifel aufkommen. „Hier wird hart gearbeitet. Die Almen und Weiden sind kein Freichlichtmuseum. Unserer Gesellschaft ist diese Tatsache offensichtlich immer weniger bewusst – deshalb ein großes Danke an die Bäuerinnen und Bauern, die hier großartige Arbeit leisten.“ Er betont, dass die Landwirtschaft nicht Verursacher sondern Opfer des Klimawandels ist. „Die Alm- und Weidebauern bewirtschaften die Futterflächen seit tausenden von Jahren und erzeugen dabei mit Milch und Fleisch hochwertige Lebensmittel“, gibt Pernkopf zu bedenken. „Von einer Wiese können nur Wiederkäuer leben und zugleich Lebensmittel produzieren.“ Nicht zuletzt sind für ihn Almen und Weiden die Seele des Landes, weil sie Entspannung vom Alltag bieten. 

Bekenntnis zur grünlandbasierten Rinderhaltung einfordern

„Nicht jedermann ist bewusst, dass die heimischen Alm- und Weidebewirtschafter wertvolle Arbeit für unser aller Lebensraum leisten. Damit das so bleibt, braucht es Stabilität in unserer Polit-Landschaft und ein klares Bekenntnis zur grünlandbasierten Rinderhaltung. Dieses Bekenntnis werden wir im Rahmen der GAP- und Regierungsverhandlungen konsequent einfordern. Denn die meist familiär geführten Betriebe und die Hofübernehmer machen ihre Arbeit gerne, brauchen aber Perspektiven für die Zukunft“, will sich Bauernbund-Präsident Georg Strasser für die Alm- und Weidebauern einsetzen. 

Tolles Rahmenprogramm

Musikalisch umrahmten das Fest der Musikverein St. Oswald und Dorli Draxler von der Volkskultur Niederösterreich mit Norbert Hauer und Toni Distelberger. Die feierliche Almmesse zelebrierte Pfarrer Hans Wurzer.

Den direkten Kontakt mit Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen bei der Tierschau suchten Groß und Klein. Der NÖ Genetik Rinderzuchtverband und der Landeskontrollverband stellten ihre Leistungen vor, genauso wie der NÖ Landeszuchtverband für Schafe und Ziegen sowie der NÖ Pferdezuchtverband. Die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer NÖ war ebenso mit Informationen präsent, wie die NÖ Agrarbezirksbehörde mit den Themen Wegebau, Almverbesserung und Alm- und Weideprojekte.

Rege Nachfrage bei Viehauftriebsplattform

Um den sinkenden Auftriebszahlen zu begegnen, hat der NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein eine Viehauftriebsplattform eingerichtet. Geschäftsführer August Bittermann berichtet von einer regen Nachfrage

Text: DI Paula Pöchlauer-Kozel


          NÖ Almzahlen
          Mit 111 Almen und Gemeinschaftsweiden,
          880 auftreibenden Betrieben sowie
          6.700 Rindern ist die Alm- und Weidewirtschaft für Niederösterreich zentraler
          Zukunftsfaktor für Produktion und Tourismus.



           Zunahmen entscheiden über Weidezins
           Die Weidegemeinschaft Ober Burgstallweide ist die einzige Weidegemeinschaft
           nördlich der Donau, verfügt über eine Hofstelle und zählt 14 Mitglieder, die je
           zwischen drei und sieben Rinder auftreiben.
           Die Gemeinschaft bewirtschaftet die Weide seit 20 Jahren biologisch und nimmt am
           ÖPUL Programm „Tierschutz Weidehaltung“ teil.
           Heuer haben sie am 20. April 170 Tiere aufgetrieben und aufgrund der Trockenheit
           30 Rinder Anfang August wieder abgetrieben.
           Die Kalbinnen werden vor und nach dem Auftrieb gewogen.
           Sie nehmen während der Weidezeit bis zu 200 Kilogramm zu, im Schnitt sind es
           110 Kilogramm.
           Die Zunahmen sind die Berechnungsgrundlage für den Weidezins.
           Weideobmann Alois Zeitelhofer berichtet, dass die Wasserversorgung auf den
           seichtgründigen Böden schwierig ist.
           Eine Quelle, die sie gemeinsam mit einem Nachbarn nutzen, versorgt die Rinder
           und die Hofstelle der Weidegemeinschaft mit Wasser.


Almwandertag NOE 2017

Verdiente Almleute wurden von LK NÖ Präsident Johannes Schmuckenschlager geehrt (v.l.): Österreichs Bauernbundpräsident Georg Strasser; Karl Wurzer – Gold für 25jährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der Weidegenossenschaft St. Oswald; Schmuckenschlager; Alois Aigelsreiter – Haltermedaille für achtjährige Tätigkeit als Halter auf dem Hochbärneck; Wilhelm Lugbauer – Gold für 33jährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der Servitutsweidegemeinschaft Lassingalpe-Hochreith-Schwarzalm; Renate Nussbaummüller – Ehrenurkunde für 33jährige Tätigkeit als Schriftführerin bei der Weidegenossenschaft Amstetten; Anton Punzengruber – Gold für 30jährige Tätigkeit als Obmann bei der Weidegemeinschaft Gföhleralm; Hermine Leonhartsberger – Dank und Anerkennung für 33jährige Tätigkeit als Halterin auf der Ober Burgstallweide der Weidegenossenschaft St. Oswald; LH-Stv. Stephan Pernkopf; Maria Pucher – Haltermedaille für achtjährige Tätigkeit als Halterin auf dem Hochbärneck; Johann Tober – Gold für 35jährige Tätigkeit als Obmann, Obmann-Stellvertreter und Vorstandsmitglied bei der Weidegenossenschaft St. Oswald; NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein-Obmann Josef Mayerhofer
Fotocredit: LK NÖ/Franz Gleiß

Almwandertag NOE 2017

Die Almmesse feierte Pfarrer Hans Wurzer. Musikalisch umrahmt haben sie der Musikverein St. Oswald und das Trio Dorli Draxler – Norbert Hauer – Toni Distelberger von der Volkskultur Niederösterreich.
Fotocredit: LK NÖ/Franz Gleiß
 

Almwandertag NOE 2017

Bild IMG_0842.jpg: Das Almsingen unter der Leitung von Dorli Draxler von der Volkskultur Niederösterreich hat schon Tradition.
Fotocredit: LK NÖ/Pöchlauer-Kozel

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