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Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021/ 2022

Bildungsprogramm Almwirtschaft 2021 2022



 

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Vollversammlung des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines 

Am 30. Oktober 2021 lud der NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein seine Mitglieder zur Vollversammlung mit Neuwahlen des Vorstandes ein. Mit einem strengen Corona-Konzept konnte die Vollversammlung durchgeführt werden. Alle Teilnehmer mussten vor dem Einlass in den Festsaal des Gemeinde- und Kulturzentrums in Rabenstein an der Pielach ihren 3G-Nachweis vorweisen und bekamen ein Armband, dass sich nur durch Zerstören abnehmen lässt, als Bestätigung der Kontrolle. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Rabenstein an der Pielach umrahmte die Vollversammlung mit Almweisen. Obmann Josef Mayerhofer eröffnete die Vollversammlung und begrüßte an der Spitze der Ehrengäste Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer, die neue Landesveterinärdirektorin Dr. Christina Riedl und Vertreter des Landes und der Landwirtschaftskammer Niederösterreich sowie alle anwesenden Mitglieder.

Obmann Josef Mayerhofer berichtete über viele wichtige Themen und Projekte, die in den letzten zwei Jahren umgesetzt wurden. „Seit der letzten Vollversammlung am 13. April 2019 haben wir die Interessen der NÖ Alm- und Weidebauern und –bäuerinnen vertreten“, resümiert Mayerhofer, „und wichtige Projekte wurden umgesetzt. Wir haben unsere Positionen im neuen GAP-Strategieplan und für die neue Methode der Almfutterflächenfeststellung eingebracht. Die Ergebnisse spiegeln leider nicht immer genau unsere Wünsche wider, oft ein Kompromiss zwischen verschiedenen Interessengruppen“. Besonders stolz zeigt sich Obmann Mayerhofer auf die unbürokratische und zielorientierte Umsetzung vieler Projekte. Das Projekt „Fairhalten auf der Alm und in der Natur“ wurde in Rekordzeit umgesetzt und beinhaltet wertvolle Informationen, verständlich gestaltet, für Konsumenten“, referiert Mayerhofer. „Es wurden Plakate und Folder erstellt, ergänzt durch ORF-Beiträge im Radio und im Fernsehen. Eigene Videos in sozialen Medien haben eine enorme Reichweite geschafft. Dafür möchte ich mich ganz besonders bei der Landwirtschaftskammer Niederösterreich für die Unterstützung bei der Umsetzung und beim Land Niederösterreich für den finanziellen Beitrag bedanken.“ Obmann Mayerhofer richtet einen Appell an alle Verantwortlichen, mit offenen Augen und Hausverstand auf die Probleme zuzugehen. Aus eigener Erfahrungen musste er miterleben, wie lange es dauern kann eine einfache Lösung umzusetzen. Auf der Zeiselalm wollten die ansässigen Almbauern einen Weg nur geringfügig verlegen um eine Gefahrenstelle zu entschärfen. Es brauchte fast zwei Jahre und einige Interventionen bis der zuständige Wegbetreiber den Vorschlag umsetzte. Die zeitgemäße Bewirtschaftung der Almen und Weiden mit Weidetieren stellt für Josef Mayerhofer eine große Herausforderung und ein persönliches Anliegen dar. Dazu müssen Lösungen für viele Themen, zB Risse durch Wölfe, gefunden werden. Für die Vermarktung wertvoller Alm- bzw. Alpprodukte möchte die Almwirtschaft Österreich einen neuen Verein gründen. „Ich möchte mich bei vielen Organisationen für die konstruktive und produktive Zusammenarbeit zum Wohle der niederösterreichischen Almwirtschaft bedanken“, betont Josef Mayerhofer, „einen ganz besonderen Dank möchte ich meinem Vorstand, den vielen Funktionären und den Halterinnen und Haltern für ihren unermüdlichen Einsatz aussprechen. Ohne diese Leistungen und deren Engagement wäre diese wunderschöne Kulturlandschaft Alm nicht möglich.“

„Menschen wollen in die Natur, gerade in Zeiten der Pandemie, deshalb braucht es leicht verständliche Informationen, so wie es euer Projekt „Fairhalten auf der Alm und in der Natur“ vorzeigt“, lobt Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, die Idee und die Umsetzung des Projektes. Sie unterstreicht die Bedeutung von stabilen agrarpolitischen Rahmenbedingungen für die Almwirtschaft, so wie sie im GAP-Strategieplan vorgesehen sind. Dies garantiert auch die Versorgung der Bevölkerung mit wertvollen Lebensmitteln. „Die Almwirtschaft produziert aber nicht nur besondere Schmankerl, sondern garantiert, durch die Bewirtschaftung der Wiesen und Weiden, einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Für diese Leistungen möchte ich euch ein großes Dankeschön der Landwirtschaftskammer übermitteln“, unterstrich die Vizepräsidentin.

Geschäftsführer August Bittermann legte den anwesenden Mitgliedern den Geschäftsbericht über die Jahre 2019 und 2020 vor. Die finanzielle Situation des Vereines ist nach wie vor stabil.

Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde der Wahlvorschlag einstimmig angenommen und Josef Mayerhofer als Obmann durch den Vorstand wiedergewählt. Der bisherige Obmann-Stellvertreter Karl Wagner hat nicht mehr kandidiert. Matthias Berger, Obmann der Agrargemeinschaft Gutsgemeinde Annaberg – Tirolerkogel folgte ihm in den Vorstand nach. Der Vorstand wählte Karl Schabauer, Weidegemeinschaft Mariensee – Hochwechsel, als neuen Obmann-Stellvertreter.

Ehrungen

Einen besonders emotionalen Höhepunkt jeder Vollversammlung stellt die Ehrung für besondere Verdienste um die niederösterreichische Alm- und Weidewirtschaft dar. Leo und Lotte Zusser, 16 Jahre Halter und Halterin auf der Siebenhütten, der Weidegenossenschaft Königsberg-Ost und Thomas Raab, 25 Jahre Halter auf der Kräuterin erhielten die Haltermedaille. Karl Heigl wurde für seine 24-jährige Funktionärstätigkeit für die Weidegemeinschaft Kräuterin mit der Medaille in Gold ausgezeichnet. Die Ehrungen überreichten Andrea Wagner und Josef Mayerhofer.

Foto: DI August Bittermann / V.l.n.r.: Obmann Josef Mayerhofer, Karl Heigl, Thomas Raab, Lotte und Leo Zusser, Vizepräsidentin Andrea Wagner

Fachreferate

Alminspektor DI Kurt Kreitner gab in seinem Referat einen Überblick über die neuen Aufgabenverteilungen in seiner Abteilung. Er unterstrich die Bedeutung der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein und der Landwirtschaftskammer im Sinne der Alm- und Weidebauern/-innen. Er erneuerte sein Angebot mit den Almbauern und Almbäuerinnen die Weideflächen zu begehen, Probleme zu besprechen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wie man sich dies vorstellen kann, erläuterte er am Beispiel einer Alm im Bezirk Lilienfeld.

Dr. Christina Fuchsluger, NÖ Agrarbezirksbehörde, zeigte anhand von Folien und Bildern die Fördermöglichkeiten für den Güterwegebau und –sanierung auf. Sie betont, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen gerne für Fragen und Anliegen zur Verfügung stehen.

Landesveterinärdirektorin Dr. Christina Riedl freute sich über die Gelegenheit sich bei den Mitgliedern des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines vorzustellen. Sie ließ die Teilnehmer Einblick nehmen in die aktuellen Probleme im Bereich Tiergesundheit wie zB Geflügelpest, Afrikanische Schweinepest etc.

Tierzuchtdirektor Dr. Andreas Moser konnte über die positive Entwicklung am Rind- und Lammfleischmarkt berichten. Leider stellt sich aktuell der Zuchtrindermarkt eher schwierig dar. In nächster Zeit stehen einige wichtige Themen wie das Tierschutzgesetz, die Kälbertransporte und die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie an.

Forstdirektor DI Hubert Schwarzinger freute sich über die Entspannung der Borkenkäferlage. Für die nächsten Jahre wurden wichtige Weichen in Bezug auf Förderungen gestellt, speziell mit der Initiative Waldfonds, bei dem 10 verschiedene Maßnahmen für Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen angeboten werden. Für Informationen und Beratungen stehen die Mitarbeiter des Landes und der Landwirtschaftskammer gerne zur Verfügung.

Obmann Mayerhofer bedankte sich herzlich bei allen Referenten und Teilnehmern an der Vollversammlung und schloss die Versammlung um 12.30 Uhr.

Text: DI August Bittermann

Foto: DI August Bittermann / V.l.n.r.: Der neu gewählte Vorstand des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines mit Referenten und Referentinnen, Vizepräsidentin Andrea Wagner (Reihe sitzend 2. V.l.) und dem ausgeschiedenen Obmann-Stellvertreter Karl Wagner.

Foto: DI August Bittermann / V.l.n.r.: Obmann Josef Mayerhofer und Vizepräsidentin Andrea Wagner bedanken sich bei Karl Wagner für seine langjährige Tätigkeit als Funktionär im NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein.

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