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Obmann

Ing. Josef Obweger

Görtschach 3
9872 Millstatt
Telefon: 04766/3596 oder 0650/3244112

Obmannstellvertreter

KR Erwin Winkler

Bleibergerstraße 394
9500 Villach

Geschäftsführer

Daniel Koch

Litzlhof 1
9811 Lendorf
Telefon: 0664 18 38 605
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Kassaführung

Ing. Josef Obweger

Litzlhof 1
9811 Lendorf

Stellvertreter

Josef Kerschbaumer

Geschäftsführer-Stellvertreter

DI Hans Jürgen Mader

Windisch Bleiberg 5
9163 Unterbergen

Kassaprüfer

DI Peter Weichsler

Josef Aberger

Weitere Vorstandsmitglieder

Klaus Pernul

Goderschach 4
9634 Gundersheim

Josef Kerschbaumer

Tressdorf 12
9833 Rangersdorf

Franz Gruber

Winkl 6
9565 Ebene Reichenau

DI Hans Jürgen Mader

Windisch Bleiberg 5
9163 Unterbergen

Walter Probst

Unterwietingberg 32
9374 Wieting

Walter Kriegl

Unterauerling 32
9451 Preitenegg

KR Johann Messner-Schmutzer

Zandlach 14
9815 Reißeck

Raphael Gressl

Mauthen 53
9642 Kötschach-Mauthen

Christoph Theuermann

Kienberg 22
9433 St. Andrä

Josef Brunner

Pirkeben 1
9753 Kleblach/Lind

DI Hans Jürgen Mader

Windisch Bleiberg 5
9163 Unterbergen

Franz Puggl

Hofern 3
9511 Albeck

Thomas Haritzer

Appriach 47
9844 Heiligenblut

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Die Almwirtschaft hat in Kärnten eine wichtige wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Die über 2.000 Kärntner Almen haben darüber hinaus für das Bundesland selbst einen hohen landeskulturellen Wert.

Die mit viel Aufwand gepflegten Almen wecken durch ihre reizvolle Landschaft positive Emotionen und fördern regionale Wirtschaftskreisläufe. Wesentlich bei der Bewirtschaftung von Almen sind für die bäuerlichen Betriebe die ergänzenden Weideflächen und die Verbesserung der Tiergesundheit. Durch die natürliche Haltung der gealpten Tiere und das gehaltvolle kräuterreiche Futter, weisen die Almmilch und das Fleisch von gealpten Tieren einen besonders hohen Anteil an ungesättigten und physiologisch wertvollen Fettsäuren auf. Die Almwirtschaft leistet des Weiteren einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Artenvielfalt von Flora und Fauna. Die Bewirtschaftung der Almen trägt auch zum Schutz vor Naturgefahren in den Bergen bei, indem das Lawinen- und Erosionsrisiko verringert wird. Zahlreiche Wildtiere haben ihren Lebensraum im Bereich der Almen. Almen sind ein Gesundbrunnen für Mensch und Tier.

Überwiegend Mittelalmen

Die Kärntner Almlandschaft ist überwiegend durch Mittelalmen, die von 1.300m bis 1.700 m Seehöhe reichen, geprägt. Sie liegen hauptsächlich in Mittelkärnten und den Karnischen Alpen. Ein Drittel der Almen sind als Hochalmen, die über 1.700 m ragen, einzustufen. Sie erstrecken sich vor allem auf das Gebiet der Hohen Tauern. Niederalmen bis 1.300 m sind nur in geringer Anzahl in Unterkärnten vorhanden.
Übersicht Almflächen in Kaernten

Flächenverteilung

Laut Almkataster nehmen die rund 1.800 bewirtschafteten Kärntner Almen etwa ein Fünftel der Landesfläche ein. Dies entspricht einer Flächenausdehnung von ca. 150.000 ha, wobei 53.000 ha als Almfutterflächen genutzt werden.

Bei 79 % der Almen handelt es sich um Einzelalmen, welche gut ein Drittel der gesamten Fläche einnehmen. Weitere 19 % sind im Eigentum von Agrargemeinschaften. Agrargemeinschaftsalmen sind verhältnismäßig groß und liegen zum Großteil in Oberkärnten. Servitutsalmen, die in Summe rund 2 % ausmachen, haben in Bezug auf ihre Anzahl wie auch auf ihre Fläche, eine geringere Bedeutung. 90 % aller Kärntner Almen sind durch Fahrwege und Seilbahnen erschlossen.
Übersicht Almanteil an Gemeinde

Almgebiet Oberkärnten

Besonders in Oberkärnten verfügen fast alle Betriebe über Alprechte, nahezu jedes in Kärnten gehaltene Rind wird zumindest einmal gealpt. Durch die Almbewirtschaftung wird das erfolgreiche Zusammenwirken von landwirtschaftlicher Nutzung, Umwelt- und Naturschutz sowie Erholungs- und Freizeitwirtschaft deutlich.

Milchviehalpung rückläufig

Über 80 % der jährlich gealpten Tiere sind Rinder. Dabei überwiegen Galtvieh und Mutterkühe. Die Alpung von Milchvieh verzeichnet jedoch einen stetigen Rückgang, was vor allem auf die vermehrte Umstellung von Milchviehbetrieben auf Mutterkuhhaltung zurückzuführen ist. Nicht nur das gealpte Milchvieh ist ruckläufig. Auch in der Verringerung der Anzahl an Bauern, die ihre Tiere alpen, spiegelt sich die allgemeine Entwicklung der letzten Jahre in der Landwirtschaft wieder.

Milchwirtschaft wird nur mehr auf wenigen Almen betrieben. Dabei wird der Großteil der Milch direkt auf der Alm verarbeitet – einer besonders arbeits- und kostenintensiven Verarbeitungsform. Die größten Milchkuhbestände finden sich in den Almen des Gailtals, vor allem in den Karnischen Alpen und zum Teil im Möll- und Liesertal. Im Gailtal bilden 14 Almen die Vereinigung der „Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“. Sie produzieren und vermarkten den "Gailtaler Almkäse" als regionale Spezialität.

Almbewirtschaftung

Almpersonal wird hauptsächlich auf den Gemeinschaftsalmen beschäftigt, während auf Privatalmen die Tiere meist von den Heimbetrieben betreut werden.
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Kärntner Almwirtschaftsverein
Litzlhof 1
A-9811 Lendorf

Obmann
Ing. Josef Obweger

Geschäftsführer
Daniel Koch

Telefon: 0664/18 38 605
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Obmann

Ing. Josef Obweger

Vulgoname: Liendl

Görtschach 3
A-9872 Millstatt
Telefon: 0650/32 44 112
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Obmann-Stellvertreter

KR Erwin Winkler

Vulgoname: Mar
Region/Bezirk: Villach

Geschäftsführer

Daniel Koch

Telefon: 0664/18 38 605
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Kassierin

Renate Schmidt

Region/Bezirk: Maria Saal

Vorstandsmitglieder

KR Johann Messner-Schmutzer

Vulgoname: Tauchner
Region/Bezirk: Kolbnitz/Spittal

Ing. Carl Gressel

Vulgoname: Plöckner
Region/Bezirk: Kötschach-Mauthen

Klaus Pernul

Vulgoname: Baierle
Region/Bezirk: Gundersheim

Josef Kerschbaumer

Vulgoname: Mar
Region/Bezirk: Rangersdorf

Gottfried Suntinger

Vulgoname: Roner
Region/Bezirk: Mörtschach

Franz Gruber

Vulgoname: Grubenbauer
Region/Bezirk: Ebene Reichenau

Walter Probst

Vulgoname: Oberbaron
Region/Bezirk: Wieting

Walter Kriegl

Vulgoname: Rafling
Region/Bezirk: Preitenegg

Johann Grassler

Vulgoname: Grumeth
Region/Bezirk: St. Andrä

Franz Pacher

Vulgoname: Kerschbaumer
Region/Bezirk: Deutsch Griffen

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Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zum Kärntner Almwirtschaftsverein und verpflichte mich zur Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages.

Im Mitgliedsbeitrag ist die Bezugsgebühr für die Fachzeitschrift "Der Alm- und Bergbauer" der Almwirtschaft Österreich mit inbegriffen.
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Wo sich nicht nur Kühe wohlfühlen

Bedeutung der Almen

Die Almwirtschaft hat eine wesentliche wirtschaftliche und ökologische Bedeutung, darüber hinaus ist sie für Kärnten von hohem landeskulturellen Wert.

  • Die Nutzung der Almflächen ist für viele viehhaltenden Betriebe unerlässlich, da sie zusätzliche wertvolle Sommerweideflächen bietet und den Futterverbrauch am Heimbetrieb senkt.
  • Das Höhenklima der Alm, das kräuterreiche Futter und die artgerechte Tierhaltung haben eine positive gesundheitliche Wirkung auf den tierischen Organismus.
  • Die Bewirtschaftung der Almen trägt u. a. zum Katastrophenschutz in den Bergen bei. Durch regelmäßiges Mähen und Beweiden wird eine raue Grasoberfläche erzeugt, die eine verbesserte Schneehaftung gewährleistet und das Lawinenrisiko verringert.
  • Bewirtschaftete Almen tragen entscheidend zur Verbesserung der Artenvielfalt und zur Gestaltung eines abwechslungsreichen Landschaftsbildes bei.
  • Almflächen stellen wertvolle Lebensräume für Wildtiere dar.
  • Eine intakte Almwirtschaft ist insbesondere für den Tourismus von großem Interesse. Almen sind attraktive Destinationen für Erholungssuchende und Sportbegeisterte.
  • Die Nutzung der Almen ist ein gelebtes Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken von landwirtschaftlicher Nutzung, Umwelt- und Naturschutz sowie Erholungs- und Freizeitwirtschaft.
  • Für die Landwirtschaft in Kärnten haben die Almen eine besondere Bedeutung.
  • Nahezu alle Oberkärntner Betriebe verfügen über Alprechte, nahezu jedes in Kärnten gehaltene Rind wird zumindest einmal gealpt.

Die Nutzung der Almen ist ein gelebtes Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken von landwirtschaftlicher Nutzung, Umwelt- und Naturschutz sowie Erholungs- und Freizeitwirtschaft.

Für die Landwirtschaft in Kärnten haben die Almen eine besondere Bedeutung. Nahezu alle Oberkärntner Betriebe verfügen über Alprechte, nahezu jedes in Kärnten gehaltene Rind wird zumindest einmal gealpt.


Flächenverteilung

Laut Almkataster nehmen die rund 2000 bewirtschafteten Kärntner Almen etwa ein Fünftel der Landesfläche ein. Dies entspricht einer Flächenausdehnung von ca. 173.000 ha, wobei 74.469 ha als Almfutterflächen genutzt werden.

Bei den meisten Almen handelt es sich um Einzelalmen (79%) welche gut ein Drittel der gesamten Fläche einnehmen. Weitere 19% stehen im Eigentum von Agrargemeinschaften. Agrargemeinschaftsalmen sind verhältnismäßig groß und liegen überwiegend in Oberkärnten. Servitutsalmen haben sowohl in Bezug auf ihre Anzahl (2%) wie auch auf ihre Fläche (17%) eine untergeordnete Bedeutung.


Höhenlage

Die Kärntner Almlandschaft ist überwiegend durch Mittelalmen (1.300 bis 1.700 m Seehöhe) geprägt. Sie liegen in Mittelkärnten und den Karnischen Alpen. Ein Drittel der Almen sind als Hochalmen (über 1.700 m) einzustufen. Sie erstrecken sich vor allem auf das Gebiet der Hohen Tauern. Niederalmen (bis 1.300 m) sind nur in geringer Anzahl in Unterkärnten vorhanden.


Auftrieb

Über 80% alle gealpten Tiere sind Rinder, wobei der Anteil an Galtvieh und Mutterkühen überwiegt. Die Alpung von Milchvieh unterliegt einem stetigen Rückgang. Diese Entwicklung ist vor allem auf die vermehrte Umstellung von intensiven Milchviehbetrieben auf extensive Mutterkuhhaltung zurückzuführen.

Die Verringerung der Anzahl an Bauern, die ihre Tiere alpen spiegelt die allgemeine Entwicklung der letzten Jahre in der Landwirtschaft bzw. den stetigen Rückgang an landwirtschaftlichen Betrieben wider.

Almwirtschaftliche Gebiete in Kärnten

Almbewirtschaftung

Almpersonal wird hauptsächlich auf den Gemeinschaftsalmen beschäftigt, während auf Privatalmen die Betreuung der Tiere von den Heimbetrieben aus erfolgt.

In Kärnten wird nur auf 165 Almen Milchwirtschaft betrieben. Der Großteil der Milch wird direkt auf der Alm verarbeitet was eine besonders arbeits- und kostenintensive Form der Almwirtschaft darstellt.

Die größten Milchkuhbestände finden sich in den Almen des Gailtals, vor allem in den Karnischen Alpen und zum Teil im Möll- und Liesertal. Im Gailtal bilden 14 Almen die Vereinigung der „Gemeinschaft der Gailtaler Almsennereien“. Sie produzieren und vermarkten den "Gailtaler Almkäse" als regionale Spezialität.


Erschließung

Für eine zeitgemäße Bewirtschaftung ist eine gute Erreichbarkeit der Almen über Fahrwege oder Seilbahnanlagen unumgänglich. 90% aller Kärntner Almen sind bereits erschlossen.

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Kärntner Almwirtschaftsverein
Litzlhof 1
A-9811 Lendorf

Obmann
Ing. Josef Obweger

Geschäftsführer
Daniel Koch

Telefon: 0664/18 38 605
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jährlicher Mitgliedsbeitrag

Jährlicher Mitgliedsbeitrag (inkl. der Zeitschrift "Der Alm- & Bergbauer")

  • Freunde der Almwirtschaft 22 €
  • Einzelalm 30 € (inkl. Gruppenversicherung)
  • Agrargemeinschaft 55 € (inkl. Gruppenversicherung)
  • Bringungsgemeinschaft 55 € (inkl. Gruppenversicherung)
  • Außerordentliche Mitglieder (Firmen) 75 €
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Einladung zum 70. NÖ Almwandertag auf der Ober Burgstallweide in St. Oswald

© bietau/stock.adobe.com

Der 70. NÖ Almwandertag findet am Donnerstag, 15. August 2019, statt und führt uns auf die Ober Burgstallweide in St. Oswald.

Programm

9.00 Uhr: Einbegleitung der Gäste durch den Musikverein St. Oswald

9.30 Uhr:
Eröffnung durch den Obmann des NÖ Almund Weidewirtschaftsvereines Josef Mayerhofer

FESTAKT mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Abg. z. NR Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes
Abg. z. NR Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ

Vorstellung der Gemeinde durch Bgm. Rosemarie Kloimüller

Vorstellung der Weide durch Obm. Alois Zeitlhofer

Kurzbericht – Die NÖ Almwirtschaft, DI August Bittermann, LK NÖ

Ehrungen
 
10.30 Uhr: Feierliche Almmesse mit Pfarrer Hans Wurzer, musikalisch umrahmt vom Musikverein St. Oswald

11.30 Uhr: Frühschoppen mit dem Musikverein St. Oswald und Almfest mit regionalen Schmankerln

13.30 Uhr: Tiervorführung im Ring (Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde)

14.30 Uhr: Alm-Singen mit Dorli Draxler – VOLKSKULTUR NIEDERÖSTERREICH, Norbert Hauer und Toni Distelberger.
Gesungen wird aus dem Liedschatz „Liederösterreich“.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt!
Regionale Schmankerl
Festabzeichen: 5 Euro (inkl. Parkgebühr)
Kinder bis 14 Jahre freier Eintritt

AUSSTELLUNGEN
Tierschau mit Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen
NÖ Genetik Rinderzuchtverband
LKV NÖ: Leistungsprüfung und Qualitätssicherung
NÖ Landeszuchtverband für Schafe und Ziegen
NÖ Pferdezuchtverband
Forstinfo der Forstabteilung der LK NÖ
Wegebau – Almverbesserung und Alm- und Weideland- Projekte, NÖ Agrarbezirksbehörde

UMFANGREICHES KINDERPROGRAMM
Landwirtschaft begreifen durch die örtliche Landjugend, die heuer ihr 70-jähriges Jubiläum feiert
Kinderholzwerkstatt

Download

Plakat 70. NÖ Almwandertag

Mehr Information - Folder NÖ Almwandertag als Download

Folder 70. NÖ Almwandertag

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Der „Vielen“ Freud, der „Wenigen“ Leid – Regen bei der Almmesse am Gippel

Endlich kam der ersehnte Regen, aber warum gerade am Samstag den 25. August 2018: An der Grenze zur Steiermark liegt die Gippelalm auf einer Seehöhe bis 1.669 m und dieser Samstag ist ein besonderer Tag. Pater Altmann weiht das neu errichtete Leonhardikreuz ein. Schon die Aussicht beim Aufstieg zur Alm lässt eine nasse Angelegenheit vermuten. Nichtsdestotrotz freuen sich die Almbauern und die Besucher über das gelungene Werk, die feierliche Messe und anschließend die gemütlichen Stunden in der Halterhütte.

Die Aussicht lässt auf Regen schließen© Mayerhofer: Die Aussicht lässt auf Regen schließen

 

Das Leonhardikreuz und v. l. n. r. Almmeister Gerhard Weirer, Obmann Josef  Mayerhofer, Halterleute Anita Hasler, Martin Hofecker und Markus Schön© Mayerhofer: Das Leonhardikreuz und v. l. n. r. Almmeister Gerhard Weirer, Obmann Josef Mayerhofer, Halterleute Anita Hasler, Martin Hofecker und Markus Schön

 

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Fachtagung Almwirtschaft am 29. November 2018 in Rabenstein

Die Fachtagung Almwirtschaft am 29. November in Rabenstein an der Pielach war mit den Themen am Puls der Zeit.

Die Schizophrenie der Gesellschaft wird auf dem Rücken der produzierenden Bauern ausgetragen. Man will die Tiere auf unseren Almen und Weiden sehen und naturnah produzierte Lebensmittel kaufen und gleichzeitig dürfen Wolf und Co. ungeniert Nutztiere reißen. Die Folgen dieses unsäglichen Zustandes lassen sich anhand der Entwicklungen der Weidehaltung und Nutztierbestände unserer Nachbarländer absehen. Einen massiven Rückgang der Schafbestände und die Auflassung von extensiven Grünlandstandorten zeigen die Statistiken der betroffenen Regionen. Neben der enormen psychischen und physischen Belastung der geschädigten Nutztierhalter, verursacht die Rückkehr der Beutegreifer dem jeweiligen Staat enorme Kosten. Die Hoffnung, dass dadurch die Natur ein Stück heiler wird, kann nur auf grenzenloser Unwissenheit beruhen.

Daniel Heindl, für das Thema „Rückkehr der Wölfe“ in Niederösterreich zuständiger Landeskammerrat, berichtete über die aktuelle Situation in Niederösterreich. Derzeit gibt es zwei bestätigte Wolfsrudel in Niederösterreich und ein Rudel im Grenzgebiet Tschechien-Waldviertel. Zumindest ein Wolf verursacht derzeit im Gebiet des Wienerwaldes massive Schäden. Die nachgewiesene Zahl getöteter 101 Schafe, 9 Ziegen, 1 Pony, 7 Mufflon und 5 Stück Damwild zeigt nur einen Teil des tatsächlichen Schadens. Die Bilanz wird sich bis Jahresende noch erhöhen. „Wir brauchen möglichst rasch einheitliche und gute Lösungen für die landwirtschaftlichen Betriebe. Ich weiß aber auch, mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen haben und von welchen Organisationen massiver Widerstand zu erwarten ist“, erklärt Heindl.
Fachtagung Almwirtschaft© Reinhard Gastecker: v.r.n.l. Obmann Johann Rumpler, Andreas Schlager, Obmann Josef Mayerhofer, Daniel Heindl, Martina Löffler, Markus Zehetgruber, Karl Gravogl, August Bittermann

24 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen werden biologisch bewirtschaftet

Solange die Triebe und Dornen weich sind, werden sie von den Weidetieren verbissen© Martina Löffler: Solange die Triebe und Dornen weich sind, werden sie von den Weidetieren verbissen
„Biobetriebe müssen viele Richtlinien beachten und Aufzeichnungen führen“, so Emanuel Huber, Bioberater der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und fasste die wichtigsten „Stolpersteine“ aus Sicht der Kontrollstellen zusammen.

Wertvolle Informationen, vor allem in Bezug auf Prophylaxe, zur Thematik Rauschbrand und Pararauschbrand gab Wigbert Roßmanith, Veterinärdirektor des Landes Niederösterreich, den zahlreich teilnehmenden Almbauern mit.

Weidemanagement und Klimawandel

Die Erhaltung unserer wertvollen Kulturlandschaft Alm wird durch die Zunahme der Problempflanzen und das Zuwachsen der Almflächen gefährdet. Das Projekt Futtervielfalt, unter dem Projektmanagement des ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung), zielt darauf ab, verschiedene Maßnahmen auf Almen auszuprobieren. Heuer wurden auf 35 Almen in den verschiedenen Bundesländern Versuchs- und Referenzflächen mit Betreuung von Experten angelegt, um von den Almbauern definierte Ziele mit unterschiedlichen Maßnahmen zu probieren. Im kommenden Jahr werden weitere Almbewirtschafter teilnehmen. Unter dem Motto „Ausprobieren – Schlüsse ziehen – Weitersagen“ werden die Erfahrungen und entsprechende Empfehlungen in einen entsprechenden Endbericht zusammengefasst und den Bereichen Bildung und Beratung zur Verfügung gestellt. Die Alm „Am Himmel“ nimmt am Projekt Futtervielfalt teil. „Wir wollen unsere Erfahrungen anderen Almbauern zugängig machen“, erläutert Obmann Gravogel, “und haben den Vorteil, dass wir eine gute fachliche Betreuung durch den Alminspektor und die Landwirtschaftskammer bekommen. Ich glaube, dass solche Projekte für die Erhaltung der Almwirtschaft sehr wichtig sind. Wir müssen jede Chance nutzen, das Potential, welches die Almflächen bieten, optimal und mit möglichst wenig Zeitaufwand für unsere Almbauern zu nutzen.“

Die Weidegemeinschaft zählt aktuell 12 Mitglieder mit insgesamt 70 Anteilsrechten. Fast 70 GVE, hauptsächlich Kalbinnen und Kühe der Rasse Fleckvieh und Murbodner, finden auf der fast 58 ha großen Alm, davon ca. 34 ha Futterfläche, bestes Weidegras. Die Alm liegt auf einer Seehöhe von 720 bis 900 m und zählt daher zu den Niederalmen.
Problempflanze Zypressenwolfsmilch© August Bittermann: Problempflanze Zypressenwolfsmilch
Martina Löffler, Grünlandexpertin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, begleitet dieses Projekt und hat während des vergangenen Almsommers die Entwicklung der Pflanzen genau dokumentiert. „Wir wollen speziell die Auswirkungen einer intensiveren Beweidung auf Problempflanzen, wie Zypressenwolfsmilch, Klappertopf und Herbstzeitlose sowie aufkommende Gehölzpflanzen beobachten“, meint die Expertin. “Wir können jetzt schon sagen, dass die Rinder Sträucher wie Brombeeren oder Berberitzen im Jungstadium abbeißen und die Dynamik der Ausbreitung verlangsamen. Ein früher Auftrieb bringt diesbezüglich wesentliche Vorteile.“

Über eine ähnliche Erfahrung konnte Obmann Johann Rumpler von der Kampalpe, im Südosten von Niederösterreich, berichten. Die Flächen sind im Besitz der ÖBF (Österreichischen Bundesforste). Sieben Auftreiber bringen 58 Rinder (Mutterkühe mit Kälbern, Kalbinnen, Ochsen) in der Zeit von Ende Mai bis Mitte September auf die auf ca. 1.500 m Seehöhe gelegenen 27 ha Weidefläche. Die Bekämpfung der Rasenschmiele und des Bürstlings hat sich Obmann Rumpler als eines der wichtigsten Ziele seit der Übernahme der Obmannschaft gesetzt. Im Herbst rücken alle Mitglieder der Gemeinschaft mit Motorsense und Dickichtmesser aus, um die „Schöpfe“ auszuhacken oder zu zerfransen. Damit diese anstrengende Arbeit auch langfristig von Erfolg gekrönt ist, braucht es auch eine geplante Umstellung des Weidemanagements.

Alminspektor Kurt Kreitner fasste die Entwicklungen des Weidemanagements auf beiden Almen zusammen. Die Akzeptanz einer Umstellung des Weidemanagements setzt die Einbindung des Obmannes in die Diskussion und Erarbeitung voraus. „Wichtig ist es festzulegen, welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind“, so Kreitner. “Wir haben mit den Betroffenen die Vorschläge diskutiert und den gemeinsamen Nenner in den Weidewirtschaftsplan eingearbeitet.“ Ein früher Auftrieb, die Koppelung der Weideflächen und die entsprechende Wasserversorgung sieht Alminspektor Kreitner als zentrale Elemente auf beiden Almen.
„Da hätten wir früher herkommen müssen.“August Bittermann: „Da hätten wir früher herkommen müssen.“

Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik in der EU

„Die EU-Staaten diskutieren derzeit über die Budgetverteilung für die nächste Förderperiode, vor allem unter den Bedingungen Brexit, Migration und Verteidigung“, erklärt Andreas Schlager, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, “ und über die Rechtsvorschläge der Kommission. Bis zu einer nationalen Programmgestaltung vergeht noch einige Zeit.“ Die Inhalte des Referates von Andreas Schlager verdeutlichte den Almbauern und Almbäuerinnen verständlich den aktuellen Stand der GAP ab 2021.

Text: August Bittermann
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Achtung Weidevieh Warntafel 2019

Sie können über den Niederösterreichischen Alm- und Weidewirtschaftsverein Folder zum Umgang mit Weidetieren und Warntafeln bestellen, auf welchen Wanderer gebeten werden, Abstand zu den Weidetieren zu halten und Hunde unbedingt an der Leine zu führen.

Sie können nachfolgend die Warntafeln via Online-Formular bestellen oder sich das Bestellformular als ausdruckbare PDF-Datei downloaden.


Richten Sie Ihre Bestellung bitte an den

NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein

Wiener Straße 64
3100 St. Pölten

per Fax: 05 0259 95 46799
oder
per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Download

pdfBestellformular_Warntafel_2019.pdf134 kB

 


Bestellmöglichkeit via Online-Bestellformular


Ich bestelle

  • Sie erteilen mit Ihrer Bestellung die Einwilligung zur Versendung der bestellten Warntafeln und Datenverarbeitung. Ihre Daten werden nur zum Zweck der Versendung und Verrechnung der Warntafeln verwendet.
  • Ihre Daten werden beim NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein aus rechtlichen Gründen drei Jahre gespeichert und die dazugehörige Rechnung wird in unserer Buchhaltung für sieben Jahre aufbewahrt. Nach Ablauf dieser Fristen werden die Daten gelöscht bzw. vernichtet.
  • Sie haben folgende Rechte: Recht auf Auskunft Ihrer verarbeiteten und personenbezogenen Daten, Recht auf Berichtigung und Löschung Ihrer Daten, Recht auf Einschränkung und Widerspruch.
  • https://www.almwirtschaft.com/datenschutzerklaerung.html


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Zwei Generationen – ein Ziel

Die Kampalpe liegt im Osten von Niederösterreich in der Region des Semmerings. Der Weideverein Kampalpe bewirtschaftet die im Besitz der Österreichischen Bundesforste befindlichen Almflächen. Mutterkühe mit Kälbern, Kalbinnen, Ochsen und ein Stier grasen friedlich auf der 38 ha, davon 27 ha Reinweide, großen Almfäche. „Unsere Väter haben uns mit dem Almvirus angesteckt“, scherzen Obmann Johann Rumpler und sein Stellvertreter, „wir wurden von Kindesbeinen an von unseren Vätern in das Weidemanagement und die Bedeutung der Alm eingewiesen. Wir freuen uns deshalb besonders, dass wir für die Leistung unserer Väter auch in der Öffentlichkeit Danke sagen können.“

Weideverein KampalpeFoto (Josef Mayerhofer): v.l.n.r Obmann Johann Rumpler, Engelbert Rinnhofer sen., Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines Josef Mayerhofer, Ignaz Rumpler, Obmann-Stellvertreter Engelbert Rinnhofer

 

Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, überreichte Herrn Engelbert Rinnhofer sen. und Herrn Ignaz Rumpler die Ehrenurkunde für die Verdienste um die Alm- und Weidewirtschaft in Niederösterreich. Engelbert Rinnhofer war über 30 Jahre im Vorstand des Weidevereines und Obmann Stellvertreter. Ignaz Rumpler lenkte 33 Jahre im Vorstand viele Jahre davon als Obmann die Geschicke des Weidevereines. Er trug auch 24 Jahre im Vorstand des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, auch einige Zeit in der Funktion des Obmann - Stellvertreters, zur Entwicklung der Almwirtschaft in Niederösterreich bei. „Wenn die Söhne das Erbe ihrer Väter mit Freude übernehmen, heißt das für mich, dass die ältere Generation nicht die Mühsal sondern die schönen Seiten der Almwirtschaft vermittelt hat,“ lobt Josef Mayerhofer die beiden Geehrten und bedankt sich besonders für die geleistete Arbeit.
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69. NÖ Almwandertag auf den Muckenkogel

Die Almbauern haben das ganze Jahr über dafür gearbeitet, dass sich Landschaft und Tiere zu Mariä Himmelfahrt den Konsumenten wieder prächtig präsentieren können. Doch dieses Mal drängen sich die Folgen des Klimawandels und die Sorge über die Rückkehr des Wolfes zwischen die Dankesworte.

muckenkogel00Foto (Pöchlauer-Kozel): Schafzüchter führten ihre Tiere im Ring.

 

Knapp 3.000 Besucher nahmen am 69. NÖ Almwandertag auf den Muckenkogel teil und zeigten damit, dass sie die Arbeit der Bauern wertschätzen. „Die Almen sind nicht nur ein wertvoller Erholungsraum, sie werden auch in Zeiten des Klimawandels immer bedeutsamer für die Produktion wertvoller Lebensmittel“, betonen Theresia Meier, LK NÖ Vizepräsidentin und Johann Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines. „Unsere Almbauern erhalten mit ihrer Bewirtschaftung die Almen für unsere Kinder und Kindeskinder gesund“, erklärt Meier. „Voraussetzung ist, dass die Gesellschaft Almen nicht nur als Ausflugsziel wahrnimmt, sondern auch als Produktionsstandort respektiert.“

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pdfDie Alm als Produktionsstätte respektieren.pdf5.92 MB

muckenkogel01Foto (Pöchlauer-Kozel): Die Medaille in Gold für seine langjährige Vorstandstätigkeit im NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein erhielt Gerhard Stierschneider (5.v.l.). Dank und Anerkennung für die zehnjährige Tätigkeit als Halter auf der Ochsenbodenalm wurde Frank Beutl (4.v.l.) zuteil. Die Ehrengäste gratulierten herzlich (v.l.): Bauernbundpräs. Georg Strasser, LK Vizepräs. Theresia Meier, LH Johanna Mikl-Leitner, LHStv. Stephan Pernkopf, Bauernbunddir. Klaudia Tanner und Obm. Josef Mayerhofer.

 

muckenkogel02Foto (Pöchlauer-Kozel):  Erich Schwärzler, Obmann der Almwirtschaft Österreich, zeigte mit seinem Besuch die Wertschätzung für die Arbeit der NÖ Almbauern und ihrer Spitzen, Obmann Josef Mayerhofer und Geschäftsführer August Bittermann (v.l.).

Fachzeitschrift "Der Alm- und Bergbauer"

titel 6 7 19

Fachunterlagen Almwirtschaft

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