Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Einladung zum 70. NÖ Almwandertag auf der Ober Burgstallweide in St. Oswald

© bietau/stock.adobe.com

Der 70. NÖ Almwandertag findet am Donnerstag, 15. August 2019, statt und führt uns auf die Ober Burgstallweide in St. Oswald.

Programm

9.00 Uhr: Einbegleitung der Gäste durch den Musikverein St. Oswald

9.30 Uhr:
Eröffnung durch den Obmann des NÖ Almund Weidewirtschaftsvereines Josef Mayerhofer

FESTAKT mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Abg. z. NR Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes
Abg. z. NR Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ

Vorstellung der Gemeinde durch Bgm. Rosemarie Kloimüller

Vorstellung der Weide durch Obm. Alois Zeitlhofer

Kurzbericht – Die NÖ Almwirtschaft, DI August Bittermann, LK NÖ

Ehrungen
 
10.30 Uhr: Feierliche Almmesse mit Pfarrer Hans Wurzer, musikalisch umrahmt vom Musikverein St. Oswald

11.30 Uhr: Frühschoppen mit dem Musikverein St. Oswald und Almfest mit regionalen Schmankerln

13.30 Uhr: Tiervorführung im Ring (Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde)

14.30 Uhr: Alm-Singen mit Dorli Draxler – VOLKSKULTUR NIEDERÖSTERREICH, Norbert Hauer und Toni Distelberger.
Gesungen wird aus dem Liedschatz „Liederösterreich“.

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt!
Regionale Schmankerl
Festabzeichen: 5 Euro (inkl. Parkgebühr)
Kinder bis 14 Jahre freier Eintritt

AUSSTELLUNGEN
Tierschau mit Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen
NÖ Genetik Rinderzuchtverband
LKV NÖ: Leistungsprüfung und Qualitätssicherung
NÖ Landeszuchtverband für Schafe und Ziegen
NÖ Pferdezuchtverband
Forstinfo der Forstabteilung der LK NÖ
Wegebau – Almverbesserung und Alm- und Weideland- Projekte, NÖ Agrarbezirksbehörde

UMFANGREICHES KINDERPROGRAMM
Landwirtschaft begreifen durch die örtliche Landjugend, die heuer ihr 70-jähriges Jubiläum feiert
Kinderholzwerkstatt

Download

Plakat 70. NÖ Almwandertag

Mehr Information - Folder NÖ Almwandertag als Download

Folder 70. NÖ Almwandertag

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Der „Vielen“ Freud, der „Wenigen“ Leid – Regen bei der Almmesse am Gippel

Endlich kam der ersehnte Regen, aber warum gerade am Samstag den 25. August 2018: An der Grenze zur Steiermark liegt die Gippelalm auf einer Seehöhe bis 1.669 m und dieser Samstag ist ein besonderer Tag. Pater Altmann weiht das neu errichtete Leonhardikreuz ein. Schon die Aussicht beim Aufstieg zur Alm lässt eine nasse Angelegenheit vermuten. Nichtsdestotrotz freuen sich die Almbauern und die Besucher über das gelungene Werk, die feierliche Messe und anschließend die gemütlichen Stunden in der Halterhütte.

Die Aussicht lässt auf Regen schließen© Mayerhofer: Die Aussicht lässt auf Regen schließen

 

Das Leonhardikreuz und v. l. n. r. Almmeister Gerhard Weirer, Obmann Josef  Mayerhofer, Halterleute Anita Hasler, Martin Hofecker und Markus Schön© Mayerhofer: Das Leonhardikreuz und v. l. n. r. Almmeister Gerhard Weirer, Obmann Josef Mayerhofer, Halterleute Anita Hasler, Martin Hofecker und Markus Schön

 

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Fachtagung Almwirtschaft am 29. November 2018 in Rabenstein

Die Fachtagung Almwirtschaft am 29. November in Rabenstein an der Pielach war mit den Themen am Puls der Zeit.

Die Schizophrenie der Gesellschaft wird auf dem Rücken der produzierenden Bauern ausgetragen. Man will die Tiere auf unseren Almen und Weiden sehen und naturnah produzierte Lebensmittel kaufen und gleichzeitig dürfen Wolf und Co. ungeniert Nutztiere reißen. Die Folgen dieses unsäglichen Zustandes lassen sich anhand der Entwicklungen der Weidehaltung und Nutztierbestände unserer Nachbarländer absehen. Einen massiven Rückgang der Schafbestände und die Auflassung von extensiven Grünlandstandorten zeigen die Statistiken der betroffenen Regionen. Neben der enormen psychischen und physischen Belastung der geschädigten Nutztierhalter, verursacht die Rückkehr der Beutegreifer dem jeweiligen Staat enorme Kosten. Die Hoffnung, dass dadurch die Natur ein Stück heiler wird, kann nur auf grenzenloser Unwissenheit beruhen.

Daniel Heindl, für das Thema „Rückkehr der Wölfe“ in Niederösterreich zuständiger Landeskammerrat, berichtete über die aktuelle Situation in Niederösterreich. Derzeit gibt es zwei bestätigte Wolfsrudel in Niederösterreich und ein Rudel im Grenzgebiet Tschechien-Waldviertel. Zumindest ein Wolf verursacht derzeit im Gebiet des Wienerwaldes massive Schäden. Die nachgewiesene Zahl getöteter 101 Schafe, 9 Ziegen, 1 Pony, 7 Mufflon und 5 Stück Damwild zeigt nur einen Teil des tatsächlichen Schadens. Die Bilanz wird sich bis Jahresende noch erhöhen. „Wir brauchen möglichst rasch einheitliche und gute Lösungen für die landwirtschaftlichen Betriebe. Ich weiß aber auch, mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen haben und von welchen Organisationen massiver Widerstand zu erwarten ist“, erklärt Heindl.
Fachtagung Almwirtschaft© Reinhard Gastecker: v.r.n.l. Obmann Johann Rumpler, Andreas Schlager, Obmann Josef Mayerhofer, Daniel Heindl, Martina Löffler, Markus Zehetgruber, Karl Gravogl, August Bittermann

24 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen werden biologisch bewirtschaftet

Solange die Triebe und Dornen weich sind, werden sie von den Weidetieren verbissen© Martina Löffler: Solange die Triebe und Dornen weich sind, werden sie von den Weidetieren verbissen
„Biobetriebe müssen viele Richtlinien beachten und Aufzeichnungen führen“, so Emanuel Huber, Bioberater der Landwirtschaftskammer Niederösterreich und fasste die wichtigsten „Stolpersteine“ aus Sicht der Kontrollstellen zusammen.

Wertvolle Informationen, vor allem in Bezug auf Prophylaxe, zur Thematik Rauschbrand und Pararauschbrand gab Wigbert Roßmanith, Veterinärdirektor des Landes Niederösterreich, den zahlreich teilnehmenden Almbauern mit.

Weidemanagement und Klimawandel

Die Erhaltung unserer wertvollen Kulturlandschaft Alm wird durch die Zunahme der Problempflanzen und das Zuwachsen der Almflächen gefährdet. Das Projekt Futtervielfalt, unter dem Projektmanagement des ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung), zielt darauf ab, verschiedene Maßnahmen auf Almen auszuprobieren. Heuer wurden auf 35 Almen in den verschiedenen Bundesländern Versuchs- und Referenzflächen mit Betreuung von Experten angelegt, um von den Almbauern definierte Ziele mit unterschiedlichen Maßnahmen zu probieren. Im kommenden Jahr werden weitere Almbewirtschafter teilnehmen. Unter dem Motto „Ausprobieren – Schlüsse ziehen – Weitersagen“ werden die Erfahrungen und entsprechende Empfehlungen in einen entsprechenden Endbericht zusammengefasst und den Bereichen Bildung und Beratung zur Verfügung gestellt. Die Alm „Am Himmel“ nimmt am Projekt Futtervielfalt teil. „Wir wollen unsere Erfahrungen anderen Almbauern zugängig machen“, erläutert Obmann Gravogel, “und haben den Vorteil, dass wir eine gute fachliche Betreuung durch den Alminspektor und die Landwirtschaftskammer bekommen. Ich glaube, dass solche Projekte für die Erhaltung der Almwirtschaft sehr wichtig sind. Wir müssen jede Chance nutzen, das Potential, welches die Almflächen bieten, optimal und mit möglichst wenig Zeitaufwand für unsere Almbauern zu nutzen.“

Die Weidegemeinschaft zählt aktuell 12 Mitglieder mit insgesamt 70 Anteilsrechten. Fast 70 GVE, hauptsächlich Kalbinnen und Kühe der Rasse Fleckvieh und Murbodner, finden auf der fast 58 ha großen Alm, davon ca. 34 ha Futterfläche, bestes Weidegras. Die Alm liegt auf einer Seehöhe von 720 bis 900 m und zählt daher zu den Niederalmen.
Problempflanze Zypressenwolfsmilch© August Bittermann: Problempflanze Zypressenwolfsmilch
Martina Löffler, Grünlandexpertin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, begleitet dieses Projekt und hat während des vergangenen Almsommers die Entwicklung der Pflanzen genau dokumentiert. „Wir wollen speziell die Auswirkungen einer intensiveren Beweidung auf Problempflanzen, wie Zypressenwolfsmilch, Klappertopf und Herbstzeitlose sowie aufkommende Gehölzpflanzen beobachten“, meint die Expertin. “Wir können jetzt schon sagen, dass die Rinder Sträucher wie Brombeeren oder Berberitzen im Jungstadium abbeißen und die Dynamik der Ausbreitung verlangsamen. Ein früher Auftrieb bringt diesbezüglich wesentliche Vorteile.“

Über eine ähnliche Erfahrung konnte Obmann Johann Rumpler von der Kampalpe, im Südosten von Niederösterreich, berichten. Die Flächen sind im Besitz der ÖBF (Österreichischen Bundesforste). Sieben Auftreiber bringen 58 Rinder (Mutterkühe mit Kälbern, Kalbinnen, Ochsen) in der Zeit von Ende Mai bis Mitte September auf die auf ca. 1.500 m Seehöhe gelegenen 27 ha Weidefläche. Die Bekämpfung der Rasenschmiele und des Bürstlings hat sich Obmann Rumpler als eines der wichtigsten Ziele seit der Übernahme der Obmannschaft gesetzt. Im Herbst rücken alle Mitglieder der Gemeinschaft mit Motorsense und Dickichtmesser aus, um die „Schöpfe“ auszuhacken oder zu zerfransen. Damit diese anstrengende Arbeit auch langfristig von Erfolg gekrönt ist, braucht es auch eine geplante Umstellung des Weidemanagements.

Alminspektor Kurt Kreitner fasste die Entwicklungen des Weidemanagements auf beiden Almen zusammen. Die Akzeptanz einer Umstellung des Weidemanagements setzt die Einbindung des Obmannes in die Diskussion und Erarbeitung voraus. „Wichtig ist es festzulegen, welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind“, so Kreitner. “Wir haben mit den Betroffenen die Vorschläge diskutiert und den gemeinsamen Nenner in den Weidewirtschaftsplan eingearbeitet.“ Ein früher Auftrieb, die Koppelung der Weideflächen und die entsprechende Wasserversorgung sieht Alminspektor Kreitner als zentrale Elemente auf beiden Almen.
„Da hätten wir früher herkommen müssen.“August Bittermann: „Da hätten wir früher herkommen müssen.“

Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik in der EU

„Die EU-Staaten diskutieren derzeit über die Budgetverteilung für die nächste Förderperiode, vor allem unter den Bedingungen Brexit, Migration und Verteidigung“, erklärt Andreas Schlager, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, “ und über die Rechtsvorschläge der Kommission. Bis zu einer nationalen Programmgestaltung vergeht noch einige Zeit.“ Die Inhalte des Referates von Andreas Schlager verdeutlichte den Almbauern und Almbäuerinnen verständlich den aktuellen Stand der GAP ab 2021.

Text: August Bittermann
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
Achtung Weidevieh Warntafel 2019

Sie können über den Niederösterreichischen Alm- und Weidewirtschaftsverein Folder zum Umgang mit Weidetieren und Warntafeln bestellen, auf welchen Wanderer gebeten werden, Abstand zu den Weidetieren zu halten und Hunde unbedingt an der Leine zu führen.

Sie können nachfolgend die Warntafeln via Online-Formular bestellen oder sich das Bestellformular als ausdruckbare PDF-Datei downloaden.


Richten Sie Ihre Bestellung bitte an den

NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein

Wiener Straße 64
3100 St. Pölten

per Fax: 05 0259 95 46799
oder
per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Download

pdfBestellformular_Warntafel_2019.pdf134 kB

 


Bestellmöglichkeit via Online-Bestellformular


Ich bestelle

  • Sie erteilen mit Ihrer Bestellung die Einwilligung zur Versendung der bestellten Warntafeln und Datenverarbeitung. Ihre Daten werden nur zum Zweck der Versendung und Verrechnung der Warntafeln verwendet.
  • Ihre Daten werden beim NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein aus rechtlichen Gründen drei Jahre gespeichert und die dazugehörige Rechnung wird in unserer Buchhaltung für sieben Jahre aufbewahrt. Nach Ablauf dieser Fristen werden die Daten gelöscht bzw. vernichtet.
  • Sie haben folgende Rechte: Recht auf Auskunft Ihrer verarbeiteten und personenbezogenen Daten, Recht auf Berichtigung und Löschung Ihrer Daten, Recht auf Einschränkung und Widerspruch.
  • https://www.almwirtschaft.com/datenschutzerklaerung.html


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Zwei Generationen – ein Ziel

Die Kampalpe liegt im Osten von Niederösterreich in der Region des Semmerings. Der Weideverein Kampalpe bewirtschaftet die im Besitz der Österreichischen Bundesforste befindlichen Almflächen. Mutterkühe mit Kälbern, Kalbinnen, Ochsen und ein Stier grasen friedlich auf der 38 ha, davon 27 ha Reinweide, großen Almfäche. „Unsere Väter haben uns mit dem Almvirus angesteckt“, scherzen Obmann Johann Rumpler und sein Stellvertreter, „wir wurden von Kindesbeinen an von unseren Vätern in das Weidemanagement und die Bedeutung der Alm eingewiesen. Wir freuen uns deshalb besonders, dass wir für die Leistung unserer Väter auch in der Öffentlichkeit Danke sagen können.“

Weideverein KampalpeFoto (Josef Mayerhofer): v.l.n.r Obmann Johann Rumpler, Engelbert Rinnhofer sen., Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines Josef Mayerhofer, Ignaz Rumpler, Obmann-Stellvertreter Engelbert Rinnhofer

 

Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, überreichte Herrn Engelbert Rinnhofer sen. und Herrn Ignaz Rumpler die Ehrenurkunde für die Verdienste um die Alm- und Weidewirtschaft in Niederösterreich. Engelbert Rinnhofer war über 30 Jahre im Vorstand des Weidevereines und Obmann Stellvertreter. Ignaz Rumpler lenkte 33 Jahre im Vorstand viele Jahre davon als Obmann die Geschicke des Weidevereines. Er trug auch 24 Jahre im Vorstand des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, auch einige Zeit in der Funktion des Obmann - Stellvertreters, zur Entwicklung der Almwirtschaft in Niederösterreich bei. „Wenn die Söhne das Erbe ihrer Väter mit Freude übernehmen, heißt das für mich, dass die ältere Generation nicht die Mühsal sondern die schönen Seiten der Almwirtschaft vermittelt hat,“ lobt Josef Mayerhofer die beiden Geehrten und bedankt sich besonders für die geleistete Arbeit.
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

69. NÖ Almwandertag auf den Muckenkogel

Die Almbauern haben das ganze Jahr über dafür gearbeitet, dass sich Landschaft und Tiere zu Mariä Himmelfahrt den Konsumenten wieder prächtig präsentieren können. Doch dieses Mal drängen sich die Folgen des Klimawandels und die Sorge über die Rückkehr des Wolfes zwischen die Dankesworte.

muckenkogel00Foto (Pöchlauer-Kozel): Schafzüchter führten ihre Tiere im Ring.

 

Knapp 3.000 Besucher nahmen am 69. NÖ Almwandertag auf den Muckenkogel teil und zeigten damit, dass sie die Arbeit der Bauern wertschätzen. „Die Almen sind nicht nur ein wertvoller Erholungsraum, sie werden auch in Zeiten des Klimawandels immer bedeutsamer für die Produktion wertvoller Lebensmittel“, betonen Theresia Meier, LK NÖ Vizepräsidentin und Johann Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines. „Unsere Almbauern erhalten mit ihrer Bewirtschaftung die Almen für unsere Kinder und Kindeskinder gesund“, erklärt Meier. „Voraussetzung ist, dass die Gesellschaft Almen nicht nur als Ausflugsziel wahrnimmt, sondern auch als Produktionsstandort respektiert.“

Download
pdfDie Alm als Produktionsstätte respektieren.pdf5.92 MB

muckenkogel01Foto (Pöchlauer-Kozel): Die Medaille in Gold für seine langjährige Vorstandstätigkeit im NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein erhielt Gerhard Stierschneider (5.v.l.). Dank und Anerkennung für die zehnjährige Tätigkeit als Halter auf der Ochsenbodenalm wurde Frank Beutl (4.v.l.) zuteil. Die Ehrengäste gratulierten herzlich (v.l.): Bauernbundpräs. Georg Strasser, LK Vizepräs. Theresia Meier, LH Johanna Mikl-Leitner, LHStv. Stephan Pernkopf, Bauernbunddir. Klaudia Tanner und Obm. Josef Mayerhofer.

 

muckenkogel02Foto (Pöchlauer-Kozel):  Erich Schwärzler, Obmann der Almwirtschaft Österreich, zeigte mit seinem Besuch die Wertschätzung für die Arbeit der NÖ Almbauern und ihrer Spitzen, Obmann Josef Mayerhofer und Geschäftsführer August Bittermann (v.l.).

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Jede Alm ist wichtig

„Die Almwirtschaft ist in der LK fest verankert“, betonte Präsident Hermann Schultes im Rahmen der Vollversammlung des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines im Stift Lilienfeld. „Jede Alm ist uns wichtig und verdient Unterstützung.“ Schultes erklärt mit Nachdruck, dass die Almbauern nur wirtschaften können, wenn sie öffentliche Mittel zur Abgeltung der Erschwernisse bekommen. Wichtig ist, dass immer nachjustiert und verhandelt wird. Dass auch das Land NÖ voll hinter seinen Almbauern steht, bewies kürzlich LH-Stv. Stephan Pernkopf: Auftreibern von Mutterkühen auf Almen, bei denen Rückforderungen im Raum standen, hat Pernkopf Hilfe zugesagt. Ziel aller Maßnahmen sind vitale Almen, die sich mit der Bevölkerung, dem Tourismus und der Wirtschaft gemeinsam weiterentwickeln. „Dafür ist es wichtig, dass die Almwirtschaft verstanden wird“, weiß Schultes. „Hier leistet der NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein sehr gute Arbeit.“

Wir brauchen den Wolf nicht

Präsident Schultes und Erich Schwärzler, Obmann der Almwirtschaft Österreich, sind sich einig, dass der Wolf die Almwirtschaft bedroht. Sie setzen alles daran, dass der Schutzstatus des Wolfes so rasch wie möglich gelockert wird. „Wir werden die Almbauern beim Schutz vor dem Wolf unterstützen, aber wir werden nicht 8.000 Almen in Österreich schützen können“, betonen Schultes und Schwärzler. „Wir brauchen den Wolf nicht.“ Die Agrarreferenten aller Bundesländer sind sich einig, dass rasch ein Lösungsweg für die großen Beutegreifer gefunden werden muss, denn bei einer Vermehrungsrate von 30 Prozent verdoppelt sich die Wolfspopulation alle drei Jahre und die Beutegreifer werden neue Territorien erobern. „Jeder Almbauer möchte im Herbst wieder seine Tiere zurück und nicht das Geld“, gibt Schwärzler zu bedenken. „Hier geht es um Tierschutz für unsere Nutztiere, aber da schauen alle weg!“ Er warnt davor, dass die Auftriebszahlen sinken werden und ohne Weidetiere wird die Almwirtschaft aufhören zu existieren.

Flächenfeststellung ist Thema der Zukunft

Derzeit läuft ein Pilotprojekt zur automatisierten Flächenfeststellung über Satelliten. „Ich sage nicht Nein zu dieser Erhebung, aber nicht alle Bereiche kann man per Satellit feststellen“, betont Erich Schwärzler. „Wir brauchen hier Handschlagqualität. Außerdem müssen die erhobenen Daten dem Landwirt gehören. Das ist noch nicht geklärt.“ Die Flächen aufgrund von Vieheinheiten zu ermitteln, ist für ihn ebenfalls nicht ausreichend. „Vieh und Fläche sind gemeinsam zu erheben“, fordert Schwärzler und hofft, dass ein gemeinsamer Weg gefunden wird. Weiters führt für ihn an der unverwechselbaren Kennzeichnung von Almprodukten kein Weg vorbei: „Hier müssen wir diskutieren, wie wir uns klar von Produkten abgrenzen, die zwar Almmilch beinhalten, aber im Tal produziert wurden. Es sind besondere Produkte aus einer besonderen Landwirtschaft, erzeugt von besonderen Menschen – das gilt es, zu betonen.“

Wir brauchen Almvieh

„Es gibt in Niederösterreich Almen, da gehören noch Tiere hin. Hier wollen wir die viehstarken Bezirke in NÖ ansprechen“, berichtet Obmann Josef Mayerhofer, nachdem er gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Bilanz gezogen hat. In einem Workshop haben sie gemeinsam eine Strategie erarbeitet, um mehr Vieh auf die Almen zu bringen. Sie vermitteln den Viehhaltern die Vorteile der Almweide, wie zum Beispiel die hochwertige Futtergrundlage und die kostengünstige Pflege durchs Viehmaul. Es wird eine Plattform eingerichtet. Auf dieser können sich Almobleute austauschen, die noch Tiere suchen und Bauern, die Tiere auftreiben möchten. Zur Strategie gehören unter anderem noch Exkursionen zu Vorzeigealmen und –weiden in Niederösterreich. Außerdem unterstützt der NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein Almleute bei Verhandlungen mit Grundbesitzern über die Anpassung von Weidezeiten an die Vegetation, die sich aufgrund des Klimawandels verändern.

Weidebild spiegelt Viehbesatz wider

„Es gibt in Niederösterreich Almen, da gehören noch Tiere hin. Hier wollen wir die viehstarken Bezirke in NÖ ansprechen“, berichtet Obmann Josef Mayerhofer, nachdem er gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Bilanz gezogen hat. In einem Workshop haben sie gemeinsam eine Strategie erarbeitet, um mehr Vieh auf die Almen zu bringen. Sie vermitteln den Viehhaltern die Vorteile der Almweide, wie zum Beispiel die hochwertige Futtergrundlage und die kostengünstige Pflege durchs Viehmaul. Es wird eine Plattform eingerichtet. Auf dieser können sich Almobleute austauschen, die noch Tiere suchen und Bauern, die Tiere auftreiben möchten. Zur Strategie gehören unter anderem noch Exkursionen zu Vorzeigealmen und –weiden in Niederösterreich. Außerdem unterstützt der NÖ Alm- und Weidewirtschaftsverein Almleute bei Verhandlungen mit Grundbesitzern über die Anpassung von Weidezeiten an die Vegetation, die sich aufgrund des Klimawandels verändern.

Almwandertag führt auf den Muckenkogel

Der 69. NÖ Almwandertag führt heuer zu Maria Himmelfahrt auf den Muckenkogel bei Lilienfeld, der drei Almen umfasst – den Kolm, die Kloster- und die Hinteralm. Jede Alm wartet mit einer Hütte auf: Der Kolm mit der Lilienfelderhütte, die Klosteralm mit dem Gasthof Klosteralm und die Hinteralm mit der Traisnerhütte. Jedes Jahr findet am 8. September ein Almfest statt.
Die Almfläche erstreckt sich über insgesamt 123 Hektar mit 82 Hektar reiner Futterfläche zwischen 720 und 1.313 Metern Seehöhe. Zwischen acht und zehn Bauern aus dem Traisen-, dem Pielach- und dem Gölsental treiben 110 Kalbinnen rund um Pfingsten auf – heuer voraussichtlich zwischen 24. und 26. Mai. Abtrieb ist spätestens am 20. September. Die Alm ist biozertifiziert.
Eigentümer ist das Zisterzienser Stift Lilienfeld. Die Forstdirektion ist für die Verwaltung zuständig und hebt von den Bauern einen Weidezins von 110 Euro je Rind und Almsaison ein. Sämtliche Arbeiten, wie zum Beispiel die Instandhaltung der Weidezäune, das Putzen der Weiden und die mechanische Unkrautbekämpfung erledigt die Forstdirektion. Die Wasserversorgung auf der Hinteralm ist eine große Herausforderung. Während es auf der Klosteralm eine Quelle gibt, nutzt man am Kolm einen 2.000 Liter Tank, der täglich befüllt wird und auf der Hinteralm fasst eine Schnee- und Regenwasserzisterne 1.000 Kubikmeter. Die Zisterne wird in trockenen Jahren von der Feuerwehr befüllt.
Text und Bilder: DI Paula Pöchlauer-Kozel

Bilder

01 Rückblick Vollversammlung NÖ 2018 Alm  und WeidewirtschaftsvereinBild 1: Erich Schwärzler, Obmann Almwirtschaft Österreich, feierte kürzlich seinen 65. Geburtstag.

LK NÖ Präsident Hermann Schultes (2.v.l.) gratulierte ihm und würdigte seinen unermüdlichen Einsatz für die Almwirtschaft. Es gratulierten auch LK NÖ Tierzuchtdirektor Andreas Moser (li.) und Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines (re.).


02 Rückblick Vollversammlung NÖ 2018 Alm  und WeidewirtschaftsvereinBild 2: Verdiente Almleute wurden geehrt

(v.l.): Karl Aigner (Gold), Geschäftsführer August Bittermann, Franz Reitner (Gold), Michael Hollerer (Silber),
Leopold Schenner (Silber), Obmann Josef Mayerhofer, Konrad Schachinger (Gold), Obmann Almwirtschaft Österreich Erich Schwärzler, LK-Präsident Hermann Schultes, Adolf Schenner (Gold), Leopold Hiesberger (Ehrenurkunde),
Rudolf Hauss (Gold).


03 Rückblick Vollversammlung NÖ 2018 Alm  und WeidewirtschaftsvereinBild 3: Die Mitglieder des Weidevereines Annaberg und Umgebung
mit ihren geehrten Mitgliedern Michael Hollerer (v.i.), Rudolf Hauss und Adolf Schenner.


04 Rückblick Vollversammlung NÖ 2018 Alm  und WeidewirtschaftsvereinBild 4: Die Mitglieder der Weidegenossenschaft Waidhofen/Ybbs Land mit ihren geehrten Mitgliedern

(vl.) Konrad Schachinger, Karl Aigner, Franz Reitner.


05 Rückblick Vollversammlung NÖ 2018 Alm  und WeidewirtschaftsvereinBild 5: Das Bläserquartett der Stadtkapelle Lilienfeld umrahmte die Veranstaltung musikalisch.


Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

 

Unter dem Motto "Die Weichen für den Erfolg stellen" könnte man die Vollversammlung der Servitutsweidegemeinschaften Königsberg stellen. „Wir wollen für die Zukunft der Almwirtschaft am Königsberg das Weidemanagement weiterentwickeln und verbessern“, betonen Josef Jagersberger und Josef Schnabel, Obmänner der Servitutsweidegemeinschaften. Ideen und Anregungen holten sie sich von Sigi Steinberger, Experte aus Bayern. Bei einer Begehung im Sommer wurden die Problemfelder und mögliche Lösungen direkt vor Ort diskutiert. Die Exkursion des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines auf die Hemmersuppenalm, eine der Projektalmen von Sigi Steinberger, wo man sich von den besprochenen Maßnahmen in der Umsetzung überzeugen konnte, leistete die letzte Überzeugungsarbeit. Josef Jagersberger rief seine Mitglieder zur aktiven Mitarbeit auf. Mit positiven Beispielen aus Niederösterreich untermauerte Alminspektor Kurt Kreitner die Ideen und Vorhaben der Obmänner. „Eine zukunftsorientierte Almwirtschaft braucht für die Umsetzung auch die Anpassung von veralteten Verträgen an aktuelle Veränderungen, wie den Klimawandel“, betont August Bittermann, Geschäftsführer des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines, „die Vereinsführung wird dies mit aller Kraft unterstützen.“

„Ein herzliches Dankeschön möchten wir unseren fleißigen Mitgliedern und Halterleuten für die geleistete Arbeit im Vorjahr sagen und für das heurige Jahr bitten“, so Josef Jagersberger und Josef Schnabl zum Abschluss der Vollversammlung.

KönigsbergSehnsucht nach dem Almsommer


 

Foto und Text Bittermann
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

 

Mit Stolz präsentierte Obmann Josef Sommerauer die Bilanz der im Vorjahr geleisteten Arbeit seiner Mitglieder. „Es wird an einem Vertrag über die neue Auffahrt gearbeitet“, erklärt Josef Sommerauer, „es bedarf bis zum Abschluss noch der Klärung einiger Punkte“. Er appellierte an die Mitglieder die geplanten Auftriebszahlen so rasch wie möglich bekannt zu geben und die Tiere gesund und gut vorbereitet auf die Alm zu bringen, um Ausfälle und Probleme zu vermeiden. Einige Mitglieder und Auftreiber bekundeten ihre Sorgen zum Thema Rückkehr der Wölfe und ersuchten August Bittermann, GF des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines um Weiterleitung der Sorgen an die politischen Verantwortungsträger. „Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich arbeitet diesbezüglich laufend an entsprechenden Argumenten und Vorschlägen, leider hält sich das Verständnis der restlichen Bevölkerung in Grenzen. Die Mehrheit ist positiv zur Rückkehr der Wölfe eingestellt“, erklärt Bittermann“, „es erliegen viele Menschen dem Irrtum, dass die Rückkehr der Wölfe ein Zeichen ist, dass die Natur gesünder wird“, und appelliert an die Anwesenden, bei Sichtungen diese so rasch wie möglich an die eingerichtete Emailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! der Landwirtschaftskammer Niederösterreich weiter zu leiten. Des weiteren weist Bittermann darauf hin, dass dies auch ein zentrales Thema der Fachtagung im November des Vorjahres war. „Ich lade alle herzlich zur gemeinsamen Almmesse am 29. Juli 2018 ein“, so Obmann Sommerauer und schloss damit die Vollversammlung.

GeisenbergStimmung bei der Almmesse am Geisenberg


 

Text: Bittermann
Foto: Paula Pöchlauer-Kozel
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

 

„Danke für die langjährige und zuverlässige Arbeit“, sagte Obmann Franz Ritzinger von der Weidegenossenschaft Waidhofen an der Ybbs-Land seinen über viele Jahre treuen Weggenossen auf der Atschreithweide. Konrad Schachinger war 21 Jahre als Schriftführer, Franz Reitner 23 Jahre im Aufsichtsrat und davon 12 Jahre als Aufsichtratsvorsitzender-Stellvertreter und Karl Aigner 36 Jahre im Aufsichtsrat und davon 28 Jahre als Vorsitzender des Aufsichtsrates, tätig. „Die Geschenke können nur als Symbol der Dankbarkeit gesehen werden, wir wissen über die vielen Stunden, die freiwillig und unbezahlt zum Wohle der Gemeinschaft geleistet wurden“, so Obmann Ritzinger. Er appellierte an seine Mitglieder, wieder ausreichend Tiere aufzutreiben, um die Weideflächen entsprechend bewirtschaften zu können. „Je besser die Zahl der Rinder zum Aufwuchs der Weide passt, desto weniger menschliche und maschinelle Arbeitskraft ist notwendig“, referierte Alminspektor Kurt Kreitner im Rahmen der Vollversammlung und präsentierte den neuen Weidewirtschaftsplan. Anhand von Beispielen aus Niederösterreich erläuterte er die wesentlichen Eckpunkte eines gut funktionierenden Weidemanagements. „Ein gutes Weidemanagement braucht eine entsprechende Wasserversorgung. Deshalb tätigte die Weidegenossenschaft wichtige Investitionen in diesem Bereich“, so Obmann Ritzinger in seinem Bericht, wo er sich zum Schluss der Vollversammlung für die gute Zusammenarbeit bei allen Mitgliedern, Behörden und Grundbesitzern bedankte.

Atschreithweidev.l.n.r. Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Franz Reitner, Hermine Reitner, Margarete Aigner, Konrad Schachinger, Maria Schachinger, Obmann Franz Ritzinger, Karl Aigner


 

Text: Bittermann
Foto: Erika Scharner
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Der Schoberkirtag gehört zum Jahresablauf einfach dazu ...

Obmann Tisch freut sich über die vielen Stammgäste und neuen Gäste beim Schoberkirtag. Stimmungsvoll zelebriert Dechant Wolfgang Berger die Almmesse bei der Kapelle, musikalisch umrahmt von der bekannten Formation „D’Schlofhaumbuam“. Die Staderlpartie sorgte beim anschließenden Frühschoppen beim Halterhaus für gute Stimmung. Ein Geheimnis bleibt, wann die letzten Gäste sich auf den Heimweg gemacht haben.

Text: Bittermann
Foto: Martin Hausmann
schoberalm 2018v.l.n.r. Apfler Annette, Auer Kathi, Ofner Kathi, Obmann Johann Tisch, Dechant Wolfgang Berger, Julia Tisch, Claudia Tisch, Ingrid Jägersberger, Geschäftsführer Martin Hausmann, GR Inge Rattner, Günter Faderbauer
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

95 Jahre und so modern und fit wie noch nie

„Wir blicken auf 95 Jahre Weidegenossenschaft Waidhofen an der Ybbs – Land, bekannt unter dem Namen Atschreith, zurück“, eröffnet Obmann Franz Ritzinger die Veranstaltung und freut sich, dass so viele Almbauern und Ehrengäste dieses Jubiläum mitfeiern. Wie aus der langen Geschichte der Weide bekannt, mussten schwierige Zeiten überstanden, Verhandlungen und Investitionen getätigt werden. „Es braucht schon einen langen Atem und viel Überzeugungskraft um zum Ziel zu gelangen, eine Weide mit zeitgemäßer Bewirtschaftung und einem guten Viehbesatz zu schaffen. Dabei darf auch der ökonomische Erfolg nicht aus den Augen verloren werden“, fasst Franz Ritzinger die Jahre seiner Obmannschaft zusammen. Pfarrer Johann Wurzer zelebrierte die feierliche Almmesse, musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern aus Waidhofen an der Ybbs. Die für die Erhaltung dieser schönen Kulturlandschaft wichtige und harte Arbeit würdigten die Ehrengäste wie Bauernbundpräsident Nationalrat DI Georg Strasser. Beim abschließenden gemütlichen Ausklang kamen viele Erinnerungen sowohl an lustige als auch schwierige Ereignisse zur Sprache.

Text: Bittermann
Foto: Magdalena Payrleitner
Atschreith 2018v.l.nr.: Ökonomierat Josef Schrefel, Direktor der LFS Hohenlehen Dipl.Päd. StR. Ing Leo Klaffner, Almhalter Karl Ramsauer, Stadtrat Anton Schörghofer, Nationalratsabgeordneter DI Georg Strasser, Niederösterreichische Milchprinzessin Magdalena I., Pfarrer Mag. Johann Wurzer, Vize-Bgm. von Waidhofen an der Ybbs Mario Wührer, Veronika Ritzinger, Almhalter Josefa Zellhofer, Bgm. von Opponitz Johann Lueger, Förster Thomas Lengger, Obmann der Weidegenossenschaft Franz Ritzinger
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Klangwolke über dem Wechsel

Das 12. „Schwaigen-Reigen“ lockte wieder viele Besucher in das Alm- und Weidegebiet des Wechsels. Wandern, gemeinsames Singen, kulinarische Genüsse, bäuerliche Kunst und Kultur prägen dieses Fest. „Der Besuch auf den unterschiedlichen Almen hat für mich wieder den Beweis erbracht, wie wichtig die zeitgemäße Bewirtschaftung der Almen und Weiden ist,“ zeigt sich Obmann Mayerhofer überzeugt, „wenn die Almbauern nicht mit Fleiß und Tatkraft diese Landschaft pflegen würden, wären solche Veranstaltungen nicht möglich und es würde ein wesentlicher Erholungsraum für die nicht bäuerliche Bevölkerung fehlen. Es ist an der Zeit, den fleißigen Almbauern Danke zu sagen. Es ist schön, wenn man sieht, wie die Besucher diese Kulturlandschaft genießen. Das macht uns natürlich auch Stolz.“

Text: Bittermann
Fotos: Josef Mayerhofer
Schwaigen Reigenv.l.n.r Leopold und Friederike Schwarz-Thaler, Theresia Schubert, Eva und Obmann Josef Mayerhofer, Irmgard Mühlberger, Gerti Weiss
Schwaigen ReigenSchönheit durch den Fleiß unserer Almbauern, es ist an der Zeit Danke zu sagen
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verlieh am 8. Mai 2018 Josef Mayerhofer, Obmann des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines und Obmann-Stellvertreter des Raiffeisen Lagerhauses St. Pölten, das Verdienstzeichen des Landes Niederösterreich. Die Anliegen der Bergbauern und der Almwirtschaft sind Josef Mayerhofer ein besonderes Anliegen. „Wir müssen für die Alm- und Bergbauern optimale Rahmenbedingungen schaffen, um in Zukunft eine flächendeckende Bewirtschaftung gewährleisten zu können“, betont Josef Mayerhofer, „ich möchte viele junge Bauern für die Berglandwirtschaft begeistern und der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung die Leistungen der Bergbauern näherbringen. Im Dialog und Verständnis liegt der Erfolg.“ Unter der Leitung von Obmann Mayerhofer entwickelt der Vorstand des NÖ Alm- und Weidewirtschaftsvereines ein Konzept, um neue Auftreiber zu finden. „Nur der optimale Viehbesatz sichert bestens gepflegte und genutzte Alm- und Weideflächen und vermindert die Arbeitszeiten zur Weidepflege“, ist Mayerhofer überzeugt

© Bittermann: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verleiht Obmann Josef Mayerhofer
das Verdienstzeichen des Landes Niederösterreich

Fachzeitschrift "Der Alm- und Bergbauer"

titel 6 7 19

Fachunterlagen Almwirtschaft

Fachunterlagen Almwirtschaft

 

Almkalender 2019

Almen 2019

Bücher & Medien

Almen in Österreich