Traumwetter beim Almfest am Hochbärneck
Im Herzen des Mostviertels liegt das Hochbärneck. Der Bergrücken in der Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz wird von der Weidegemeinschaft Hochbärneck bewirtschaftet. Auf den 65 ha Reinweideflächen grasen 82 Rinder von 17 Betrieben. Durch die vielfältigen Wandermöglichkeiten, z.B. aus den Ötschergräben auf das Hochbärneck, wandern zahlreiche Wanderer auf das begehrte Ausflugsziel. Dort eröffnet sich ein atemberaubender Ausblick auf den markanten Ötscher.
© Anita Rottensteiner
Am 21. Juni, Sommersonnenwende, freuten sich die Veranstalter – die Weidegemeinschaft Hochbärneck und die Almwirtin Erika – des jährlich stattfindenden Almfestes über die zahlreichen Besucher. Die örtlichen Vereine und Abordnungen des Kameradschaftsbundes sowie die Almbäuerinnen und Almbauern mit ihren Familien und viele Besucherinnen und Besucher zogen vom Almhaus zum sogenannten Heimkehrerkreuz. Die Besucherinnen und Besucher der Bergmesse beteten besonders für den Frieden in der Heimat und in der Welt. Ein besonderer Dank wurde allen Almleuten für ihre Arbeit ausgesprochen, für den Erhalt dieser wunderschönen Natur. Gemeinsam wurde um den Schutz und den Segen des hl. Leonhard gebetet.
Sehr stimmungsvoll gestaltete sich das anschließende Almfest unter der großen Linde beim Almhaus. Bis in den späten Nachmittag wurde zu frohen Almliedern und -weisen das Tanzbein geschwungen. Dankesworte für die bald scheidende Almwirtin Erika gab es von den Almbauern, den Vereinen und Musikanten. Ein Foto mit den Almbauernfamilien, Funktionären und Festgästen soll an diesen Tag erinnern.
Den vielen Besucherinnen und Besuchern konnte eindrucksvoll vermittelt werden, dass Almen und Weiden nur durch die Beweidung mit Wiederkäuern offenbleiben und die Biodiversität der Pflanzen und Tiere erhalten bleiben.
Text: Josef Mayerhofer