Vielfältige Almwirtschaft in der Steiermark

Die insgesamt 1.874 Almen des Bundeslandes Steiermark erstrecken sich über alle Landesteile. Das steirische Almgebiet zieht sich von den nordöstlichen Kalkalpen im Ennstal, über den Bereich der östlich Hochalpen in den Niederen Tauern und den südlichen Kalkalpen der Weststeiermark bis in das oststeirische Hügelland. Ein Großteil der steirischen Almen ist in mittleren Höhenlagen zu finden, gefolgt von Niederalmen und Hochalmen.

Betrachtet man die Besitzverhältnisse so ist ein Großteil der Almen in der Steiermark in Privatbesitz. Der Anteil der 189 Agrargemeinschaftsalmen beträgt rund 10 %, rund 12 % der Almen sind Gemeinschaftsalmen oder Servitutsalmen, welche sich vor allem im Bezirk Liezen befinden.

 

Wertvoller Beitrag zur Offenhaltung der Kulturlandschaft

Die Almbäuerinnen  und Almbauern leisten gemeinsam mit den insgesamt 5.700 Auftreiberinnen und Auftreibern einen wesentlichen Beitrag zur Offenhaltung der Kulturlandschaft. Das zeigt sich insbesondere auch am Anteil der Almfutterfläche an der jeweiligen Gemeindefläche.

Anteil Almflaechen copyright  LK SteiermarkAnteil Almflaechen © LK Steiermark

Im Jahr 2013 wurden 37.970 Großvieheinheiten (GVE) auf die steirischen Almen aufgetrieben. Aufgrund der Strukturänderungen bei den Heimbetrieben hat sich über die Jahre betrachtet aber auch das Auftriebsverhalten geändert. So gibt es heute viele Mutterkuh- und Jungviehalmen. Der Anteil an gemolkenen Kühen ist mit rund 1.240 gegenüber den westlichen Bundesländern eher gering - Melkalmen sind vor allem im Bezirk Liezen anzutreffen. Mit verschiedenen Maßnahmen wird versucht für die Alpung von Tieren einen Anreiz zu schaffen.

 

Schwendtage gegen zuwachsende Almflächen

Rund ein Drittel der 146.000 ha bewirtschafteten Almflächen sind Almfutterfläche und die Durchschnittsgröße der Almen beträgt rund 21 ha. Die günstigen klimatischen Verhältnisse und das dadurch bedingte Steigen der Baumgrenze auf nahezu 1.900 m Seehöhe führen dazu, dass wertvolle Almflächen immer mehr zuwachsen. Durch oft fehlendes Almpersonal kann die meist händische Schwendarbeit häufig nicht mehr durchgeführt werden. Daher wurde im Jahr 2013 die Aktion öffentlichkeitswirksamer Schwendtage ins Leben gerufen. Die gesamte Bevölkerung soll dabei mitwirken und so einen Beitrag zur Offenhaltung der Almen leisten können.

 

Almwirtschaft und Tourismus – Hand in Hand

In den tourismusstarken Gebieten der Obersteiermark gibt es eine gute Zusammenarbeit zwischen den Almbewirtschaftern und den Tourismusbetrieben. „Urlaub auf der Alm“ wird zunehmend nachgefragt und will die Sehnsüchte der urbanen Bevölkerung nach unberührter Landschaft fernab der Hektik stillen.

Fachzeitschrift "Der Alm- und Bergbauer"

201712 DER ALM UND BERGBAUER Titelbild

Fachunterlagen Almwirtschaft

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Almkalender 2018

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